Milliarden-Rechenfehler im Verteidigungsministerium

SPIEGEL-Bericht

Das Verteidigungsministerium hat sich bei der Entwicklung der Kosten von zwei bedeutenden Rüstungsprojekten offenbar um jeweils rund eine Milliarde Euro verrechnet.

Berlin

25.07.2015, 12:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der neue Schützenpanzer «Puma» wiederum liewgt nicht rund 2,3 Milliarden Euro über den ursprünglich geplanten Kosten, sondern bloß 1,3 Milliarden Euro. Foto: Holger Hollemann/Archiv

Der neue Schützenpanzer «Puma» wiederum liewgt nicht rund 2,3 Milliarden Euro über den ursprünglich geplanten Kosten, sondern bloß 1,3 Milliarden Euro. Foto: Holger Hollemann/Archiv

Dies geht nach Angaben des Magazins "Der Spiegel" aus einem Bericht des Ministeriums auf Anfrage der Linken-Abgeordneten Gesine Lötzsch hervor.

So seien beim Lenkflugkörper "Meteor" nicht 1,2 Milliarden Euro im Vergleich zur Ursprungsplanung eingespart worden, sondern nur 11 Millionen Euro. Die erste Annahme beruhe auf einem fehlerhaften Datenwerk und auf Stückzahlschätzungen aus dem Jahr 2000, habe das Ministerium eingeräumt.

Der Schützenpanzer "Puma" wiederum liege nicht rund 2,3 Milliarden Euro über den ursprünglich geplanten Kosten, sondern bloß 1,3 Milliarden Euro. Als Ursache für die verschwundene Milliarde gebe das Ministerium an, man habe sich zunächst fälschlich auf eine "grobe Schätzung" verlassen. Das Ministerium habe eingeräumt, dass beide Fehler erst während der Bearbeitung der Anfrage bemerkt worden seien.

von dpa

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