Mini-Tierpark als ökologischer Lernort in Coesfeld: Studie soll Machbarkeit aufzeigen

rnMini-Tierpark Coesfeld

Die Idee des Coesfelders Markus Köchling, im Stadtpark einen Mini-Tierpark als ökologischen Lernort einzurichten, hat viele Unterstützer. Nun ist die Lokalpolitik dran: Es geht ums Geld.

von Detlef Scherle

Coesfeld

, 04.12.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Mini-Tierpark im Stadtpark als ökologischer Lernort – die Idee des Coesfelders Markus Köchling wird jetzt in der Kommunalpolitik diskutiert. In einem gemeinsamen Antrag schlagen die Fraktionen von CDU, SPD und Bündnis90/Die Grünen jetzt vor, bei Köchlings Firma A&A Parkdesign eine Machbarkeitsstudie für das Projekt „Grimpinger Hof“ in Auftrag zu geben.

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Die Studie soll detailliert zeigen, wie es realisiert werden kann. Der Rat soll dafür die erforderlichen Mittel – die Höhe ist noch unklar – im Haushalt für 2020 bereit stellen. Dieser Antrag kommt am Mittwoch im Umwelt-Ausschuss des Stadtrates auf den Tisch.

Die Verwaltung hält das Projekt für „interessant“ und „außergewöhnlich“, aber auch „in vieler Hinsicht ambitioniert“. Skepsis scheint in ihrer Stellungnahme durch, in der sie darauf verweist, dass zum Beispiel die Integration der Gebäude – Ställe und gastronomische Einrichtungen – in den Landschaftsraum „eine gestalterische Herausforderung“ sei.

Es könnte Probleme mit dem Denkmalschutz geben

Probleme könnte es auch mit dem Denkmalschutz geben. Denn die Fegetasche ist Rest der historischen Wasserführung der ehemaligen Zitadelle. Und die Lindenallee markiert die frühere Zufahrt zur Toranlage. Beides muss unangetastet bleiben. Köchling hat bereits angekündigt, das zu berücksichtigen.

Die Verwaltung verweist zudem auch auf die nicht zu unterschätzenden Folgekosten. Wie soll der laufende Betrieb finanziert werden? Nur über den Gewinn der gastronomischen Betriebe oder auch über laufende Zuschüsse der Stadt? Bestandteil der Machbarkeitsstudie müsse daher auch „ein konkreter Businessplan“ sein, „aus dem Kosten und Erträge abgeleitet werden können“, so die Verwaltung.

Kosten und Nutzen gegeneinander stellen

Bevor der „Grimpinger Hof“ ins Spiel kam, war schon einmal angedacht, einen größeren Spielplatz mit „Wasserlandschaft“ im Stadtpark anzulegen. Auch dazu, meint die Verwaltung, sollten nun detailliertere Pläne entwickelt und der Kostenrahmen ermittelt werden. Das würde am Ende einen Vergleich beider Projekte hinsichtlich von Kosten und Nutzen ermöglichen.

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