Ministerpräsidentin Kraft kündigt Unterstützung für Bochumer Werk an

Besuch bei Opel

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat am Dienstag das Opel-Werk in Bochum besucht. Nach einem Gespräch mit dem Betriebsrat und der Geschäftsleitung kündigte sie an, sich für den Standort einsetzen zu wollen.

BOCHUM

von Von Lisa Seiler

, 16.11.2010, 12:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hannelore Kraft besuchte am Dienstag das Bochumer Opel-Werk. Dort sprach sie unter anderem mit Betriebsratschef Rainer Einenkel.

Hannelore Kraft besuchte am Dienstag das Bochumer Opel-Werk. Dort sprach sie unter anderem mit Betriebsratschef Rainer Einenkel.

„Es geht voran“, sagte Kraft, nachdem sie sich im Werk den Produktionsaufbau für den neuen Zafira angesehen hatte. Die Qualität, die in Bochum produziert werde, sei beeindruckend.

„Das Werk steht im Wettbewerb mit den anderen Standorten“, sagte Kraft. Daher müsse man selbstbewusst um die Produktion weiterer Modelle kämpfen. Das ist nach Ansicht des Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel auch zwingend notwendig: "Ohne zweite Modellreihe haben wir hier keine Chance."

Kraft kündigte an, sich in Gesprächen mit Opel-Chef Nick Reilly und der GM-Spitze für das Bochumer Werk stark zu machen. Dabei wolle sie auch die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen zur Sprache bringen. Opel will in Bochum bis Ende 2011 etwa 1800 Stellen streichen, mehr als 650 davon noch in diesem Jahr. Bisher haben sich aber erst etwa 320 Opelaner bereit erklärt, das Werk zu verlassen.2011 nur 115.000 Autos Werksleiter Manfred Gellrich teilte am Dienstag mit, das Management plane im Bochumer Werk für das kommende Jahr mit der Produktion von nur etwa 1115.000 Autos. In diesem Jahr sollen es noch etwa 140.000 sein. 2012 werde aber wieder ein besseres Jahr, sagte Gellrich.

Betriebsratschef Rainer Einenkel kündigte an, mit Ministerpräsidentin Kraft in Kontakt zu bleiben: „Das war nicht unser erstes Gespräch und sicher auch nicht das letzte.“