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Mit 43 Jahren ist Rocky immer noch ganz frisch

Konzerthaus Dortmund

Die „Rocky Horror Show“ ist zurück. Im Publikum saß am Mittwoch im Konzerthaus Dortmund eine ganz neue Fan-Generation. Und auch denen machte die Show Riesenspaß. Allerdings wussten einige nicht, wann sie Konfetti und Klopapier werfen mussten.

Dortmund

, 04.01.2018 / Lesedauer: 3 min
Mit 43 Jahren ist Rocky immer noch ganz frisch

Der Party von Frank‘n‘Furter (Gary Tushaw) geben Federboas und Glitzerkleider Glamour. Foto: Hauer

Seit der Filmpremiere 1975 ist die „Rocky Horror Picture Show“ das Kultstück zum Mitmachen. Richard O’Briens Musical „Rocky Horror Show“ ist zwei Jahre älter. Und wann immer es auf die Bühne kommt, will das Publikum auch da mitspielen. Eine Woche ist das Musical im Konzerthaus Dortmund zu sehen. Bei der Premiere am Mittwoch saß eine neue Generation „Rocky“-Fans im ausverkauften Saal. Nicht immer flog da Konfetti an den richtigen Stellen.

Ein Transvestit hat viel Spaß

Riesenspaß macht die aufwendige Show trotzdem – Obwohl die Bühne des Konzerthauses fast ein bisschen zu klein ist für das große Bühnenbild, in dem oben eine erstklassige Live-Band rockt. Ein ganz neues Ensemble als beim letzten Gastspiel vor drei Jahren, das vieles anders spielt und singt, hat die Show. Frank‘n‘Furter ist Gary Tushaw – ein männlich-kraftvoller Transvestit, der Spaß an Erotik hat.

Viel androgyner wirkt Stuart Metthew Price als Diener Riff Raff. Und Jenny Perry hat als das starke Hausmädchen Magenta von der ersten Szene an das Ziel vor Augen, die Regentschaft im Schloss zu übernehmen. Den Humor stellt das Ensemble in der Inszenierung von Sam Buntrock, die nah an der der Uraufführung 1973 in London ist, noch deutlicher als vor drei Jahren heraus.

Das ganze Ensemble hat viel Energie und Kraft



Da feixen Riff Raff und Frank über transsilvanische Späße, und auch Erzähler Sky du Mont hat Spaß an der Rolle, die nach den Mitmachregeln ausgebuht und unterbrochen wird. Nur die Zuschaueraufforderung „Ausziehen“ brachte den Schauspieler kurz mal zum Extra-Schmunzeln. Am Schluss standen alle im Saal, tanzten den „Time Warp“. Der energiegeladene Funke der kraftvollen Inszenierung ist übergesprungen.

Die Anleitung zum Mitmachen:

1. Brad und Janet heiraten. Wenn sie die Kirche verlassen, stehen sie im Konfetti-Regen.

2. Die Reden des Erzählers werden mit „boring“ („langweilig“), unterbrochen. Sky du Mont kann das parieren.

3. Wenn ein Darsteller den Namen „Dr. Scott“ erwähnt, rufen alle „Buh“.

4. Die frisch Vermählten geraten in ein Gewitter. Wie Janet bedecken wir unseren Kopf mit einer Zeitung. Was ist Gewitter ohne Regen? Also: Wasserpistolen auspacken und spritzen.

5. Das Licht im Schloss wollen wir in dem schönen Song nicht nur hören, sondern auch sehen.

6. Alle tanzen den „Time warp“: Partyhut aufsetzen und mittanzen.

7. Applaus für die Schöpfungsrede. Was ist lauter als Klatschen? Richtig: Mit der Ratsche ratschen. Wann immer Frank seinen Gummihandschuh flitschen lässt, machen wir das auch.

8. Rocky schält sich aus dem Verband. Wir lassen Toilettenpapier fliegen.

9. Am Ende des Charkles-Atlas-Songs werden die Transsilvanier Konfetti, um Rocky und Frank den Weg ins Bett zu versüßen. Da machen wir natürlich mit.

10. Frank N. Furter singt „I‘m going home, cards für sorrow, cards for pain“. Wir verabschieden uns mit einem Spielkartenregen.JG


Lebensmittel wie Reis, Mehl oder Toastbrot und große Wasserpistolen dürfen nicht mit ins Konzerthaus Dortmund in den Saal gebracht werden. Im Foyer kann man für 10 Euro eine Mitmachtüte kaufen.

Termine: bis 10.1. Konzerthaus Dortmund, 19.- 21.1. Köpi-Arena Oberhausen, 24.4.-6.5. Capitol-Theater Düsseldorf; Karten: Tel. (01805) 2001. www.bb-promotion.com