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Mit 78 zum Halbmarathon

KIRCHLINDE Willi Breuckmann gibt den Startschuss: Die Massen laufen unter tosendem Beifall der Zuschauer los. Es ist wieder Friedenslauf in Kirchlinde.

von Von Navid Moshgbar

, 13.05.2008 / Lesedauer: 3 min

Im Haus direkt am Startpunkt wird sogar getrommelt: Kinder haben Pfannen und Töpfe auf der Fensterbank aufgereiht und schlagen ebenso rhythmisch wie enthusiastisch drauf. Die Stimmung könnte nicht besser sein, beim 14. Friedenslauf des TSV Kirchlinde.

Dieser findet immer zu Beginn der Kirchlinder Woche statt. "Vor vierzehn Jahren, genau 50 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs haben wir den ersten Lauf gestartet", so Vorsitzender Erwin Wegner. Zusammen mit seinem Freund Willi Breuckmann hatte er die Idee dazu.

Dieses Jahr gehen mehr als 800 Läufer an den Start: Im Laufe des Morgens sind immer noch Kurzentschlossene vorbei gekommen. "Das war gar nicht abzusehen, bei diesen Temperaturen", berichtet Matthias Justke. "Eigentlich ist es zu warm für einen Halbmarathon", so der technische Leiter.

Viele Kurzentschlossene

Einer der Kurzentschlossenen ist Marvin Albrecht. Der Mittelfeldspieler vom VfR Kirchlinde ließ sich zwei Tage zuvor von seinem Freund für den Lauf begeistern. Er meldet sich für den Schülerlauf an: "Geburtsjahr?" - "1995". Das Jahr des ersten Friedenslaufs. Wenn das mal kein gutes Omen ist. Der Nachwuchsläufer hat 1,5 Kilometer zu bewältigen.

Streckenrekord verfehlt

Der älteste Teilnehmer hat sich die längste Strecke vorgenommen. Lee Dérbee (78) vom Verein Marathon Soest läuft den Halbmarathon. "Die Strecke ist nicht ganz so anspruchsvoll", verrät Matthias Justke. "Es ist relativ flach und verläuft größtenteils durch den Wald." Es geht durch den Rahmer Wald, am Schloss Westhusen vorbei und entlang des Fildebachs zurück zum Start- und Zielpunkt an der Westerwikstraße. Dort macht Moderator Sebastian Hempfling ordentlich Dampf: "Dort hinten kommt der erste Läufer" - das Publikum tobt. "Er könnte den Streckenrekord noch brechen, er liegt gut in der Zeit." Die Startnummer 528 ist zu erkennen. "Es ist Lahcen Driouch aus Hagen", verkündet der Moderator. Der Läufer schleppt sich nach zehn Kilometern ins Ziel. Die elektronische Zeiterfassung zeigt das Ergebnis an: 33,23 Minuten - nur zehn Sekunden hinter dem Streckenrekord. Das mindert die Freude über den Sieg nicht im Geringsten. Der Erfolg setzt neue Kräfte frei: Der Erstplatzierte trabt gemächlich heimwärts.

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