Mit bösen Vögeln auf Schweine schießen

Filmkritik

Die "Angry Birds" sind ein beliebtes Handy-Spiel, bei dem Vögel per Zwille auf Schweine geschossen werden. Der Spieler justiert die Flugbahn und hofft auf heftige Explosionen im Schweinelager - lustig. Auf den Spaßfaktor setzt auch der "Angry Birds"-Trickfilm, der nun ins Kino kommt.

10.05.2016, 15:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit bösen Vögeln auf Schweine schießen

Mit diesen Vögeln ist nicht zu spaßen.

Generell steht der Streifen vor dem Problem, eine Handlung zu finden, wo eigentlich keine ist. Also pickt er sich die populärsten Vögel heraus, verfrachtet sie auf ein Tropen-Eiland und lässt sie Gesellschaft spielen. Omas trippeln am Rollator, der Friseur rät zu Feder-Extensions, die Vögel halten pränatalen Unterricht für ihre Eier ab.

Krawall-Komik

Der puterrote Red (gesprochen von Christoph Maria Herbst) wird zum Anti-Aggressions-Training verdonnert, weil er leicht aus der Haut fährt. Bei der säuselnden Therapeutin hocken auch der dicke "Bombe" (Stimme: Axel Prahl) und Chuck, der so blitzschnell unterwegs ist wie ein Speedy Gonzalez.

Slapstick, Schabernack, Radau ergeben eine Revue flotter Krawall-Komik, die das Fehlen einer Geschichte bemäntelt, bei Kindern aber prima ankommt. Wenn der stolze Adler ausgiebig in den Teich strullert, glucksen sie vor Freude. Jetzt gibt es einen Hauch von Handlung: Grüne Schweine landen auf der Insel. Sie stehlen Eier und machen sich davon.

Hier und da ein Filmzitat

Das Finale bleibt dicht am Spiel. Mit Juhu katapultieren sich die Vögel in die Stadt der Schweine. Die starten ihre Luftwaffe. Fröhliche Action, Zeitlupe, Feuerwerk, Jux aus allen Rohren. Erwachsene erkennen hier und da ein Filmzitat, merken, dass Musik von Black Sabbath, Limp Bizkit, Chumbawamba zu hören ist. Zweckfreie Unterhaltung (Regie: Clay Kaytis und Fergal Reilly), gar nicht mal schlecht.

 

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