Mit dem iPad durch die Ausstellung

Schau im U-Turm

Bewegte Buchstaben unterm bekanntesten Buchstaben der Stadt: Im U-Turm läuft ab Freitag die Ausstellung "Moving Types", in der es um Buchstaben in Film und Werbung geht. Besonderer Clou: Jeder Besucher erhält ein iPad für die Dauer des Ausstellungsbesuchs, um noch mehr Filme sehen zu können.

DORTMUND

von Von Michael Haas

, 27.09.2013, 02:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
PK Retrospektive des Films im U-Turm /  interaktive Medienausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung“
[Foto: Dieter Menne
Datum: 25.09.2013]

PK Retrospektive des Films im U-Turm / interaktive Medienausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung“ [Foto: Dieter Menne Datum: 25.09.2013]

Termine und Eintritt
Die Ausstellung wird am Freitag um 19 Uhr eröffnet. Bis zum 2. März ist sie im U2-Kulturelle-Bildung im Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terasse, zu sehen. Eintritt kostet 5, ermäßigt 2,50 Euro.

Einen Überblick über die Entwicklung der bewegten Lettern bietet die mehrfach ausgezeichnete Ausstellung „Moving Types“ im U 2 des Dortmunder U. 300 Szenen und Filme können dort angesehen werden. Um mehrere gleichzeitig abspielen zu können, erhalten die Besucher am Eingang ein iPad.An Harfen-ähnlichen Aufbauten in der Mitte des Raums hängen weiße Würfel, auf denen QR-Codes abgebildet sind. Werden diese mit der Tablet-Kamera gescannt, lädt das Gerät ein Video.

Die interaktive Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Prof. Anja Stöffler vom Institut für Mediengestaltung der Fachhochschule Mainz und Prof. Ralf Dringenberg von der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch-Gmünd. Die ehemaligen Kollegen teilen die Vorliebe für Schrift in Bewegung. Seit zehn Jahren sammeln sie Werke, in denen Buchstaben bewegt und verändert werden — 800 internationale Arbeiten haben sie inzwischen. „Das Thema ist gar nicht so nischig, wie man denkt“, sagt Stöffler. Unter den in der Ausstellung gezeigten Szenen sind Film- und Sendungsvorspänne ebenso wie Werbe- und Musikvideos. Auch der Oscar-prämierte Kurzfilm „Logorama“ ist darunter.

„Wir haben die Ausstellung wie ein soziales Netzwerk konzipiert“, sagt Dringenberg. Die Besucher sammeln einzelne Filme. Sie können Szenen bewerten und diese mit anderen Besuchern teilen oder über einen Beamer auf großer Leinwand abspielen. „So können alle in der Ausstellung miteinander kommunizieren“, erklärt Dringenberg. Stöffler ergänzt, es entstehe ein „konstruktives Miteinander“. Mechthild Eickhoff, die Leiterin der U 2-Kulturelle-Bildung, sieht in der Konzeption auch einen neuen Ansatz, um Menschen für Ausstellungen zu interessieren: „Sie verlangt mehr von den Besuchern, lässt ihnen aber auch mehr Freiheiten.“  

Termine und Eintritt
Die Ausstellung wird am Freitag um 19 Uhr eröffnet. Bis zum 2. März ist sie im U2-Kulturelle-Bildung im Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terasse, zu sehen. Eintritt kostet 5, ermäßigt 2,50 Euro.