Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Mit der U 35 bis in den Bochumer Osten

Verlängerung wieder aktuell

Ein Projekt, das seit Jahren ruht, tritt plötzlich wieder in den Vordergrund. Die Verlängerung der U-Bahn-Linie 35 über die Haltestelle Hustadt hinaus ist erneut Thema im Rathaus. Die Bauverwaltung will noch in diesem Jahr Vorplanungen auf den Tisch legen und sich auf die Suche nach Fördergeldgebern machen.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 11.03.2013 / Lesedauer: 3 min

Bislang stand nur noch die Kurz-Variante mit einer scharfen Kurve um das Technologie-Quartier bis zur Mensa auf der Südseite der Hochschule auf der Agenda. Die hierfür nötige Querung der Universitätsstraße ist bereits seit 1993 errichtet, als die U 35 über die Ruhr-Universität bis zur Hustadt verlängert wurde. Die Betonbrücke ins Nichts war seinerzeit für den Ausbau bis nach Langendreer gedacht.  Eine Maßnahme, die jedoch stets als zu teuer galt. Inzwischen habe sich das geändert.Es gehe auch darum die Flächen von Opel an die Universität anzubinden, sagt Kröck. Denn gerade auf den Flächen des Werks I kann man sich in der Stadt nach dem Auslaufen der Automobilproduktion im Jahr 2016 eine „universitätsnahe Nutzung“ vorstellen. Zum Beispiel mit Forschung oder Start-Up-Unternehmen. Kröck betont jedoch: Man stehe ganz am Anfang der Planungen. Es gebe nichts zu versprechen. „Einige sehen in dem Vorhaben noch ein Ei, andere bereits ein Küken“, sagt Kröck. Er lacht erfreut über diesen Vergleich. „Wir sind definitiv erst beim Ei“, fügt er hinzu.

 Die Südkurve zur Hochschule ist dabei nicht vom Tisch. Die Idee: Nach der Haltestelle Hustadt teilt sich die Linie, fährt einmal links um den Technologiepark und zudem die Universitätsstraße weiter bis zur Kreuzung Wittener Straße. Hier bestünde die Möglichkeit, mit der neuen Linie 310 in Richtung Opel Werk I oder in Richtung Langendreer Zentrum weiterzufahren.  Eckhart Kröck weiß, um das Projekt bei den Fördergeldgebern in Düsseldorf zu verkaufen, ist noch sehr viel Vorarbeit von Nöten. „Wir bauen da durch grüne Soße“, sagt er. Heißt: Zwischen Hustadt und Langendreer gäbe es keine weitere Haltestelle. Ob sich das lohnt? „Wir müssen es prüfen“, so Kröck. Er denkt bei der Erweiterung jedoch nicht nur an die Opel-Flächen, sondern auch an eine Anbindung der entstehenden Siedlung am Havkenscheider Feld mit 1000 Wohneinheiten an die Universität.  

Die Kurve zum Süden der Hochschule hatte der Rat bereits 1999 beschlossen. „Sie steht auf den Listen. Wir warten da auf Geld“, sagt Kröck. 12,5 Millionen Euro hieß es zuletzt im Jahr 2003 solle die 1,3 Kilometer lange Strecke inklusive der beiden Bahnhöfe Technologie-Quartier und Mensa Hochschule kosten. Es sei rentabel, sagt Kröck. Der Nutzen sei größer als die Kosten. Ob das die Politik genauso sieht, wird sich noch zeigen müssen, wenn das Stadtplanungsamt die Vorplanungen für die U 35 vorlegt – bestenfalls noch in diesem Jahr.