Mit Drogenhandel die eigene Sucht finanziert

Gerichtsverfahren

Mehrmals hat er Marihuana gekauft und weiterverkauft, um aus dem Erlös seine eigene Drogensucht zu finanzieren: Mit zwei Jahren auf Bewährung ist ein 28-jähriger Wittener am Freitag, 22. August, vor dem Amtsgericht glimpflich davongekommen.

WITTEN

, 22.08.2014, 17:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit seinem 14. Lebensjahr sei er abhängig, erklärte der Angeklagte. Der gelernte Maler und Lackierer, der zuletzt bei einer Zeitarbeitsfirma tätig war, ist seit Mitte letzten Jahres arbeitslos. Für seinen Drogenverbrauch benötigte er zuletzt bis zu 30 Euro am Tag. „Es war eine schlimme Zeit, ich war antriebslos und lustlos“, erinnerte er sich. Als die Polizei nach einem Hinweis seine Wohnung durchsucht, werden die Beamten fündig und stellen insgesamt 112 Gramm Marihuana sicher. Die Grenze für eine „nicht geringe Menge“ liegt bei 7,5 Gramm. Problematisch für den Angeklagten: Er verbüßt noch eine Bewährungsstrafe wegen Körperverletzung, hat also gegen Bewährungsauflagen verstoßen.

Obwohl sich Grewer vom Geständnis und der Therapie beeindruckt zeigte, stellte er dennoch trocken fest: „Ein Bundesverdienstkreuz kriegen Sie hier nicht. Auf das, was passiert ist, sind Sie sicher nicht stolz.“ Dem pflichtete der 28-Jährige am Schluss der Verhandlung dann auch bei. Seine Drogentherapie will er fortsetzen, und auch die 100 gemeinnützigen Arbeitsstunden, die seinen Tagesablauf strukturieren sollen, akzeptierte er sichtlich erleichtert: „Ich will nie wieder in dieses Loch fallen.“

Schlagworte: