Mit Heimsieg wieder zurück in der Spur

Aufatmen beim VfL

In einer der schwierigsten sportlichen Situationen der Vereinsgeschichte rief ein personell angeschlagener VfL Bochum die kämpferisch beste Heimleistung seit dem 10. November 2013 ab und durfte sich erstmals seit diesem Tag wieder über einen Sieg im eigenen Stadion freuen.

BOCHUM

30.03.2014, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit Heimsieg wieder zurück in der Spur

Michael Esser kam zur zweiten Hälfte für den angeschlagenen Andreas Luthe und verhinderte kurz vor Schluss den Ausgleich.

Die Umstände, unter denen die Bochumer eine hoch engagierte Leistung zeigten, lassen wieder hoffen, dass der VfL aus dem Kampf um den Klassenerhalt erneut als Sieger hervorgeht. Unfassbare 21 Torschüsse notierten die Statistiker für Bochum. So viele gaben die VfL-Kicker in den letzten drei Spielen zusammen nicht ab. Dass daraus letztendlich nur ein 1:0-Sieg über den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, Erzgebirge Aue, resultierte, zeigt aber nach wie vor, wo die Problematik im VfL-Spiel liegt.

Zwei Tore gegen Aue

Richard Sukuta-Pasu setzte in der 50. Minute den entscheidenden Treffer und war hinterher froh, "dass wir endlich mal wieder ein Spiel dominieren konnten und dass es wieder mehr gefährliche Aktionen vor dem gegnerischen Tor gab." Die Erzgebirgler liegen Sukuta-Pasu offenbar: "Gegen Aue habe ich in der Hinrunde mein erstes Saisotor erzielt, jetzt war es mein erstes Tor in diesem Jahr."

"Endlich im eigenen Stadion wieder gewinnen und in die Erfolgsspur zurückfinden", lautete die Ansage von Trainer Peter Neururer. Seine Mannschaft setzte die Forderung nach einer engagierten und leidenschaftlichen Leistung für jeden sichtbar um. Sie spannte ihre Fans, die für einen stimmungsvollen Rückhalt sorgten, aber lange auf die Folter. Beste Torchancen - gerade in der Schlussphase - wurden fast schon fahrlässig vergeben. "Diese Szenen zeigen das Dilemma, das uns die vergangenen Wochen und Monate begleitet", erklärte Bochums Trainer und fügte hinzu: "Kassieren wir in der 89. Minute den Ausgleich, ist die Stimmung hier sicher nicht mehr so gut."Esser verhindert Ausgleich

Der Ausgleich war möglich, Thomas Paulus hatte ihn auf dem Fuß, traf aber aus kurzer Distanz mitten ins Gesicht von Torwart Michael Esser, der zu Boden sank, als hätte ihn ein Klitschko-Haken getroffen. Esser erholte sich wieder, die Bochumer hätten auch nicht mehr Wechseln können, ihr Kontingent war erschöpft. Auch deshalb, weil Kapitän Andreas Luthe zur Pause mit Sehstörungen in der Kabine bleiben musste. Er hatte einen Kocer-Freistoß spektakulär gehalten, unmittelbar danach aber einen von Oliver Schröder an den Pfosten geschossenen Ball noch vor den Kopf bekommen.

Der Torwart-Tausch, die personellen Umstellungen wegen der gesperrten Maltritz und Tasaka, die schwache Heimbilanz und der nervenaufreibende Kampf um den Klassenerhalt - das dies nicht spurlos an einer Mannschaft vorbeigeht, sah man in einigen Bochumer Aktionen. Die Zuschauer sahen trotzdem eine der besten Leistungen seit langem, für die es den verdienten Lohn gab. Vorbildlich dabei der Einsatz von Routinier Slawo Freier sowie der beiden Offensiven Richard Sukuta-Pasu und Mirkan Aydin.

 

 

Lesen Sie jetzt