Mit Hip-Hop gegen das Heimweh

Flüchtlinge nehmen Song auf

Adams Djebo (28) und sein Kumpel Mamadoukante (23) sind aus ihrem Heimatland Guinea geflohen. Dort herrscht Chaos. Opposition und Regierung bekämpfen sich ohne Rücksicht auf Verluste. Die beiden flohen nach Deutschland. Jetzt haben sich die jungen Männer einen Traum erfüllt.

SCHÜREN

, 08.09.2015, 00:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tonaufnahmen in der JFS Schüren.

Tonaufnahmen in der JFS Schüren.

Getroffen haben sich Adams Djebo und Mamadoukante durch Zufall. In Kamen, im Kultur-Café. Der eine, Adams Djebo ist schon seit acht Jahren in Deutschland, sein Kumpel, Mamadoukante erst seit gut einem Jahr.

Beide kommen aus Guinea und beide haben ein Hobby - die Musik. Zwei Lieder haben sie in ihrem Repertoire. Mama heißt das eine, Revolution das andere. In der Jugendfreizeitstätte Schüren haben die beiden jungen Männer aus Guinea jetzt die beiden Songs aufgenommen.

Gesangsproben im Freien

Ganz unbürokratisch hat das Jugendamt der Stadt Dortmund der Anfrage aus Kamen (da kommen die beiden jungen Leute aus Guinea her) zugestimmt, das Tonstudio in Schüren zu nutzten. Geprobt haben Adams Djebo und Mamadoukante im Übrigen im Freien. Auf einem Feld in Kamen.

Die Musik dazu kam aus dem Handy. „Wir probieren mal aus, wie es so weitergeht mit der Musik“, sagt Adams Djebo. Beide möchten in Deutschland bleiben. „Hier gibt es Menschenrechte, nicht so wie bei uns in Guinea. Es ist gut so, wie es ist“, sagt Adams Djebo – Heimweh eingeschlossen. Aber dagegen hilft ja die Musik.    

So hört sich das Lied an:

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