Mitarbeiter steigen auf die Bahn um

Opel Bochum

Jahrelang haben sie im Opelwerk Autos montiert - bis ihre Jobs dem Rotstift zum Opfer fielen. Deshalb steigen etliche Mitarbeiter jetzt um auf die Bahn.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 03.09.2011, 09:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit den Berufsfeldern Lager und Logistik hat der TÜV NORD eine weitere Boombranche ausgemacht. „Auch Werkstoffprüfer ist derzeit ein Riesenthema“, sagt Katja Teske. Andere würden sich zum Berufskraftfahrer umschulen lassen oder Schweißkurse besuchen. Oberste Priorität habe stets, die Opelaner möglichst passgenau zu vermitteln. Deshalb stehe am Anfang auch immer ein sogenanntes „Profiling“. Anhand der hier gesammelten Daten werden berufliche Perspektiven entwickelt.

Daran schließen sich notfalls Schulungen bzw. Qualifikationen bei verschiedensten Bildungsträgern in der Region an. Andere bereiten sich auf eine Prüfung der IHK vor, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Mit Bewerbertraining, Unterstützung bei der Erstellung von Unterlagen und intensiver Job-Akquise versucht die Transfergesellschaft den Übergang so perfekt wie möglich zu gestalten. Projektleiterin Katja Teske gibt sich optimistisch, das auch bei der überwiegenden Zahl der ausgeschiedenen Opelaner hinzubekommen. Bis dahin bleibt viel zu tun. Allein im letzten Quartal des Jahres erwartet sie 250 Zugänge in der Transfergesellschaft.