Mitglieder des SC Husen-Kurl demonstrieren in der Bezirksvertretung

Sportplatzstreit in Husen

SCHARNHORST Bei der Sitzung der Scharnhorster Bezirksvertretung hat der SC Husen-Kurl am Dienstag Präsenz gezeigt: Über 100 Mitglieder, darunter viele Kinder, kamen in die Aula der Gesamtschule. Sie wollten die Politiker mit Nachdruck darauf hinweisen, dass sie dringend einen neuen Sportplatz benötigen.

von Von Alexandra Heimken

, 06.05.2009, 11:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sportler des SC Husen Kurl protestieren im Mai für ihren Platz.

Sportler des SC Husen Kurl protestieren im Mai für ihren Platz.

Mit seiner ergreifenden Rede gelang dies dem 1. Vorsitzenden Andreas Edelstein. Er forderte eine "Entscheidung ohne Wahlkampfgetöse". Inhaltlich sind die Bezirksvertreter am Montag nicht viel weiter gekommen. Wie erwartet, bekam der SPD-Vorschlag die Mehrheit. Die Genossen wollen einen Sportplatz-Neubau auf dem Husener Zechengelände. Die CDU-Fraktion wandelte ihren Antrag - Reaktivierung des Sportplatzes an der Werimboldstraße - in einen Prüfantrag um. Wohl auch in Hinblick auf Andreas Edelsteins Appell zu Beginn der Sitzung: "Es gibt vor Ort keine größere Jugendarbeit als unseren Verein. Sie müssen dieses Sterben auf Raten stoppen. Bitte verzetteln Sie sich bei Ihrer Entscheidung nicht in Wahlkampfgeplänkel." Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny (SPD) signalisierte viel Verständnis. Er machte aber auch deutlich, dass "die Bezirksvertretung das kleinste Glied in der Kette" sei. SPD-Ratsvertreterin Ulrike Matzanke fügte hinzu, dass der Verein so oder so noch Geduld mitbringen muss. Selbst die Verwaltung sich für die einfachste Lösung - eine Lärmschutzwand - entscheiden würde, vergingen bis zur Umsetzung mindestens 12 Monate. Neben dem Zechengelände und der Werimboldstraße prüft die Verwaltung momentan noch andere Standorte, sagte Pasterny.

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