Mittelalterliches Fest lockt Besucher in den Mengeder Volksgarten

MENGEDE Von der großen Wiese hört man Lautenmusik, Menschen in langen Gewändern und Kettenhemden kommen einem auf dem Weg entgegen, ein Duft von frischem Brot steigt in die Nase. Der Blick tut sich auf und eine Reise in das Leben vor 600 Jahren beginnt.

von Von Katrin Kandula

, 09.06.2008, 15:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein "mittelalterliches Gaudium" entführte die Besucher des Mengeder Volksgartens am vergangenen Wochenende in die Zeit der Ritter, Gaukler und Burgfräulein. Auf Geheiß des Stadtbezirksmarketings Mengede fanden sie sich zusammen und zeigten, wie die Adligen im Herrschaftszelt schliefen oder die Knappen draußen schufteten.

Ein "mittelalterliches Gaudium" entführte die Besucher des Mengeder Volksgartens am vergangenen Wochenende in die Zeit der Ritter, Gaukler und Burgfräulein. Auf Geheiß des Stadtbezirksmarketings Mengede fanden sie sich zusammen und zeigten, wie die Adligen im Herrschaftszelt schliefen oder die Knappen draußen schufteten.

"Gesindel!", "Abschaum!", ist es aus der Menge der Zuschauer zu hören. Die Soldaten führen einen verhafteten Mann vor ihren Augen ab. Doch der Wächter warnt: "Die Strafe für böse Worte bedeutet: Zunge ab! Für einen Diebstahl: Hand ab!" Auf dem Marktplatz herrschen strenge Regeln, an die sich auch die Besucher halten müssen, denn schließlich gehören sie nun zum mittelalterlichen Volk.

Der Markt besteht aus zahlreichen Ständen. Die Händler bieten Elfenbekleidung oder Schafmilchseife an. Auf dem Markt kommt man natürlich ins Gespräch. "Die Veranstaltung ist super. Kinder können viel lernen", meint Yvonne Mucha.

"Wir zeigen in unseren Zelten Handwerksarbeiten wie das Sticken oder Teppichknüpfen", erklärt "Caecilia von Linnepe."

Für wenige Thaler gibt es Ton- oder Holzkrüge. Diese können nach dem Besuch im "Elixierhandel" sofort benutzt werden: Sarazenenblut und Honiglikör stillen nach einem harten Kampf den Durst. Angehende Ritter finden Schwerter und Helme. Sie probieren Armbrust, Pfeil und Bogen aus.

Fast kommen sie sogar zum Einsatz, denn plötzlich greift eine Gruppe von Schotten die Freie Ritterschaft zu Dortmund und Herne an, die die Zusammenkunft organisiert hatte. Doch die umliegenden Ritterschaften eilen schnell zur Hilfe und können eine Schlacht verhindern.

Im Adelslager kann man wieder seiner Arbeit nachgehen. Und der "Kurfürst" Uwe Plötzke versichert, dass sich die Ritterschaften im nächsten Jahr in Mengede wieder zusammenfinden werden.