Mobilität: Bochum steht unter Strom

Ruhrsymposium

BOCHUM Die Messlatte ist von Staatssekretär Matthias Machnig aus dem Bundesumweltministerium gelegt: Eine Million Elektrofahrzeuge bis 2020 auf dem deutschen Markt. Wie viele "Made in Bochum" sein werden, steht noch nicht fest. Zumindest gibt es große Anstrengungen. Und Hoffnungen.

von Von Thomas Aschwer

, 26.06.2009, 18:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Um ein möglichst voll nutzbares Serienfahrzeug zu bekommen, sind die Batterien in einem Strang zwischen den Sitzen »versteckt«. So bleibt Platz für maximal vier Personen.

Um ein möglichst voll nutzbares Serienfahrzeug zu bekommen, sind die Batterien in einem Strang zwischen den Sitzen »versteckt«. So bleibt Platz für maximal vier Personen.

Vor allem die, dass das Bochumer Opel-Werk den Ampera bauen darf. Gestern wurde der Prototyp einem ausgewählten Kreis im Werk vorgestellt. Heute ist er öffentlich im Jahrhunderthaus zu sehen. Dabei werden die Interessenten sehen, dass maximal vier Personen Platz haben werden. Was er bei seiner Markteinführung Ende 2011 kosten wird, sagt Opel jetzt noch nicht. "Wir werden über Markteinführungsmaßnahmen sprechen", deutete Machnig gestern schon mal eine finanzielle Unterstützung des Staates an. Wie immer sie auch aussehen mag.Nullserie

Davon scheinen Forscher der Hochschule Bochum ein ganzes Stück entfernt. Allerdings sind sie in ihren Überlegungen schon recht weit. Wie Bernd Wilmert, Stadtwerke-Vorstandssprecher, auf dem Treffen berichtete, ist zunächst eine so genannte Nullserie mit ca. 20 Fahrzeugen geplant. Gerne mit Teilen von Opel. "Ich möchte, dass die Fahrzeuge hier im Werk produziert werden", gab Wilmert ein Ziel vor. Verkauft werden sollen die Fahrzeuge an örtliche Unternehmen.

Wettbewerbsfähigkeit

Viel Zeit bleibt den Entwicklern nicht. Nach Einschätzung des Staatssekretärs sind vor allem die Chinesen in der Entwicklung sehr weit. "Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie." Deshalb habe der Bund im Rahmen des Konjunkturprogramms auch 500 Millionen Euro für die Mobilität bereit gestellt. Klarer Schwerpunkt sei dabei die Elektromobilität.Jahrhunderthaus

Bochum steht bereits jetzt unter Strom. Das soll auch am Samstag bei einem Symposium im Jahrhunderthaus deutlich werden. Dabei gilt es auch Bedenken zu entkräften, dass angesichts des Gewichts der Batterien die Fahrzeuge einen schweren Stand am Markt haben werden.