Modellprojekt: Weniger Polizei bei VfL-Heimspielen

Fußball

Ein Modellprojekt an den kommenden vier Fußball-Spieltagen soll zeigen, dass der Einsatz von weniger Polizisten bei Fußballspielen möglich ist. So jedenfalls sieht es der Innenminister von NRW, Ralf Jäger. Auch bei drei Spielen des VfL Bochum soll getestet werden, wie sich der Einsatz der Polizei bei den Spielen optimieren lässt.

BOCHUM/DÜSSELDORF

, 04.08.2014, 18:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Modellprojekt: Weniger Polizei bei VfL-Heimspielen

Bisher wurden die gegnerischen Fans von der Polizei vom Hauptbahnhof zum Stadion eskortiert.

Sorgen bereiten der Bogestra allerdings die Spiele auf Schalke. „Dort war für uns die Vorarbeit der Polizei wichtig, bei der die Fans beider Mannschaften auf getrennte Straßenbahnen der Linie 302 aufgeteilt wurden“, so Bruns: „Wir haben starke Bedenken, was passiert, wenn das wegfällt.“ Alleine durch die Kundenbetreuer sei die Polizei nicht zu ersetzen.

Auf eigenes Personal greift auch der VfL zurück. Jedenfalls innerhalb des Stadions, wo der Verein einen privaten Sicherheitsdienst einsetzt. Dort übernahm die Polizei nur eine überwachende Funktion.

Ob diese im bisherigen Umfang weiter durchgeführt wird und in welcher Stärke die Polizei die Fans begleiten wird, ist noch unklar. „Diese Dinge werden wir intern in den nächsten Tagen klären“, so Polizeisprecher Axel Pütter.

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Auch beim VfL will man sich noch nicht äußern: „Uns hat bisher kein Schreiben erreicht“, sagt Vereinssprecher Jens Fricke. Damit sei der VfL Bochum jedoch nicht alleine. „Wir haben andere Vereine gefragt und die haben auch noch nichts Schriftliches bekommen.“

Viel Zeit können sich der Verein und die Polizei Bochum nicht mehr lassen. Am Samstag, 16. August, empfängt der VfL den VfB Stuttgart in der ersten Runde des DFB-Pokals. Gut eine Woche später steht dann das nächste Spiel auf dem Plan. Am 25. August ist Union Berlin zu Gast. Bei der letzten Partie gegen die Berliner im Dezember 2013 griffen 82 Fans des Hauptstadtvereins bei der Abreise einige Beamte an und verletzten einen Polizisten so schwer, dass er ins Krankenhaus musste. 

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