Mordanklage nach tödlicher Hausexplosion in Hörde

Teutonenstraße

Vier Monate nach der Explosion eines Hauses in Hörde, bei der eine Frau starb, hat die Staatsanwaltschaft Dortmund Anklage gegen einen Mieter erhoben. Der Mann ist des Mordes, vierfachen versuchten Mordes und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion angeklagt.

DORTMUND

, 01.08.2017, 11:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das zerstörte Haus an der Teutonenstraße in Hörde. Das Bild wurde Anfang April aufgenommen, zwei Tage nach der Explosion.

Das zerstörte Haus an der Teutonenstraße in Hörde. Das Bild wurde Anfang April aufgenommen, zwei Tage nach der Explosion.

Das bestätigte Staatsanwältin Sandra Lücke unserer Redaktion auf Nachfrage. Die Bild-Zeitung hatte zuerst über die Anklage berichtet' type='' href='http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/mordverdacht/mordanklage-nach-hausexplosion-52721730.bild.html. Der 48-jährige Mieter des Ende März völlig zerstörten Mehrfamilienhauses in der Teutonenstraße war von Anfang an verdächtig, die Explosion mutwillig herbeigeführt zu haben. Eine 36-jährige Mieterin konnte erst einen Tag später tot aus den Trümmern geborgen werden.

Laut Zeugenaussagen soll der Tatverdächtige mehrfach in dem Haus randaliert und Drohungen ausgesprochen haben, auch kurz bevor das Haus in die Luft flog. Die Wohnungsgenossenschaft hatte ihm zuvor den Mietvertrag gekündigt. Der psychisch auffällige Mann wurde selbst bei der Explosion schwer verletzt. Wenige Tage nach der Tat wurde gegen ihn Haftbefehl erlassen. Er bestreitet die Tat. 

Über die Eröffnung der Hauptverhandlung soll demnächst entschieden werden, sagt Dr. Thomas Jungkamp, Sprecher des Dortmunder Landgerichts. Dann wird ein Termin für den Prozessbeginn festgelegt.

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