Mordskater. Ein Fall für Elvis

Max Zadow

Geschichten, in denen Tiere die Hauptrolle spielen, gibt es so einige. Mal mit Hunden, mal mit Katzen - je nach Vorliebe des jeweiligen Autors.

17.07.2016, 12:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Max von Zadow hat nun sein zweites Buch über Kater Elvis veröffentlicht. Im Ersten ging es darum, wie der dreifarbige Stubentiger überhaupt zu seinen Besitzern Max und Laura gekommen ist. Wer es nicht gelesen hat, kommt aber dennoch problemlos rein ins zweite Buch. Daran scheitert der Lesespaß also nicht.

Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

Wohl aber unter dem doch sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstil und unter der Idee, den kölschen Hausmeister auch nur Kölsch reden zu lassen. Da versteht der Nicht-Rheinländer manchmal nur Bahnhof.

Kleiner Tipp: Am besten diese Sätze laut lesen, dann kommt man dem Inhalt auf die Spur. Oder aber ständig nach hinten blättern, wo als "schwer verdauliches Leckerli", wie es der Autor zurecht bezeichnet, die Übersetzung der kölschen Sätze steht. Ziemlich viel Aufwand, meiner Meinung nach.

Toter Papagei

Die Geschichte ist schnell erzählt: In dem Haus, in dem Kater Elvis und seine Menschen leben, wohnt auch ein älteres Ehepaar mit nervigem Papagei. Eines Tages liegt der Vogel mausetot in seinem Käfig.

In Verdacht des Meuchelmordes geraten Elvis und der dicke Kater Kevin des kölschen Hausmeisters. Elvis’ Herrchen Max versucht, langatmig auf zu vielen Seiten die Unschuld seines Lieblings zu beweisen.

Das kann Rita Mae Brown mit ihren "Mrs. Murphy"-Krimis weitaus besser und amüsanter.

 

Max Zadow: Mordskater. Ein Fall für Elvis, 224 S., Ullstein, 9,99, Euro, ISBN 978-3-548-28670-9.