Moses und Aron: Riesenerfolg zum Auftakt

Ruhrtriennale

Bochum Es könnte "das" Opernereignis des Jahres werden. Für Willy Decker, den neuen Intendanten der Ruhrtriennale wurde seine Auftaktinszenierung zu eine triumphalen Erfolg.

von Von Ronny von Wangenheim

, 23.08.2009, 18:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Moses und Aron: Riesenerfolg zum Auftakt

Sie begeisterten: Dale Duesing als Moses und das Chorwerk Ruhr. Foto

Tief beeindruckt feierte das Publikum die Premiere von Arnold Schönbergs "Moses und Aron" mit Ovationen und hatte dabei den Intendanten und die Solisten genauso im Blick wie das großartige ChorWerk Ruhr und die nicht minder hervorragenden Bochumer Symphoniker unter der Leitung von Michael Boder.

Ein Star war wiederum die Jahrhunderthalle, in die Bühnenbildner Wolfgang Gussmann einen monumentalen Raum eingebaut hat, in dem sich die Zuschauertribünen bewegen. In keiner Opernbühne der Welt hätte Decker sein Konzept so verwirklichen können.

Der rote Teppich, die großen Roben, die Stars und Sternchen, wie man sie aus Bayreuth und Salzburg kennt - sie fehlen (noch). Die Ruhrtriennale steht mehr für Kunst als für Glamour. Und da wird die "Moses und Aron"-Inszenierung des Intendanten sicher Festivalgeschichte schreiben.

Viel Polit-Prominenz verfolgte die Premiere am Samstag in der Jahrhunderthalle, allen voran Bundestagspräsident Norbert Lammert, Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Bildungsministerin Annette Schavan. Auch Steven Sloane verfolgte den Auftritt "seiner" Bochumer Symphoniker. Und mit Gerard Mortier war auch der erste Intendant der Ruhrtriennale gekommen.

Widmung Mit im Publikum saß auch Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, die mit 700 000 Euro die extrem aufwändige Inszenierung und den Vernehmen nach vier Millionen Euro teure Inszenierung unterstützte. "Das wird schwierig, die Frau mag keine Oper", habe Decker nach den ersten Kontakten vermutet, so erzählte sie beim Premierenempfang. Seit Samstag hat sich das bei ihr geändert - wie auch bei vielen anderen Zuschauern, die Schönberg normalerweise nicht auf der Liste ihrer Lieblingskomponisten haben.

Willy Decker dankte in einer sehr persönlichen Rede den Beteiligten. In seinem Herzen habe er die Inszenierung seinen Eltern gewidmet.