Müll und Entwässerung sollen teurer werden

WITTEN Die Gebühren für Straßenreinigung, Abfallentsorgung und Entwässerung stehen auf dem Prüfstand. Mit dem Ergebnis, dass es im kommenden Jahr wohl moderate Veränderungen geben wird.

von Von Barbara Zabka

, 17.11.2009, 06:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Landtag hat Gesetz nicht geändert.

Landtag hat Gesetz nicht geändert.

Bei der Straßenreinigung können die Bürger sparen: Hier kostet der laufende Meter Straßenfront bei wöchentlicher Reinigung künftig 1,89 Euro statt bisher 2,20 Euro. "Das liegt daran, dass der Gesetzgeber die Papierkorb-Entleerung neuerdings der Abfallentsorgung zugeordnet hat", erklärt Stadtkämmerer Matthias Kleinschmidt.

Höhere Kosten für die Stadt Bei der Abfallentsorgung gibt es seit drei Jahren allerdings erstmals wieder eine Preiserhöhung. Hier sind die höheren Kosten für Deponien und Verbrennungsanlagen als Hauptursache anzusehen. Für eine 80-Liter-Restmülltonne muss eine Familie jährlich 135,60 Euro entrichten - bei 14-täglicher Leerung. Das sind 7,68 Euro mehr als im laufenden Kalenderjahr. Inklusive Altpapier, Biotonne und Sperrmüll. 6,28 Prozent mehr für die Entwässerung Auch bei den Entwässerungsgebühren gibt es Preissteigerungen. Helmut Spicker, Prokurist bei der Entwässerung Stadt Witten (ESW) hat scharf gerechnet: "Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 24,5 Millionen Euro. Bislang haben wir immer kostendeckend arbeiten können." Um das weiter zu erreichen, soll der Gebührensatz für Schmutzwasser von 2,39 Euro auf 2,54 Euro pro Kubikmeter erhöht werden. Das entspricht einer Preissteigerung von 6,28 Prozent.

Kanäle kosten Geld Das Niederschlagswasser soll um 5,42 Prozent teurer werden - statt 1,66 künftig 1,75 Euro pro Kubikmeter. "Unsere Fixkosten bleiben, auch wenn objektiv weniger Wasser verbraucht wird. Das Kanalnetz muss instand gehalten werden", betont Stadtbaurat Markus Bradtke. Über die Vorschläge entscheidet der Rat am 7. Dezember.