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Müssen Anwohner für Verfüllung zahlen?

MARTEN Die Stollen unter dem Kavernenweg wecken keineswegs Weihnachtsvorfreude: Denn für die Anwohner kann die Verfüllung der unterirdischen Hohlräume in ihrem Wohngebiet teuer werden.

von Von Irene Steiner

, 19.11.2007
Müssen Anwohner für Verfüllung zahlen?

Die Befestigung gibt Anlass zu der Hoffnung, dass hier ein alter Luftschutzstollen aufgebrochen ist.

Denn wenn die Stadt die Kosten der Verfüllung tragen muss, dann wären die Anwohner mit im Finanzierungsboot.

"Wir wären rechtlich nur verpflichtet, die öffentlichen Wege zu sichern. Soweit private Grundstücke betroffen sind, sind wir nicht zuständig. Allerdings prüfen wir, ob nicht durch die Verfüllung unter den öffentlichen Bereichen auch eine Stabilisierung der Situation unter den privaten Grundstücken erreicht wird", stellt Lothar Staschik, Leiter des Liegenschaftsamtes die Rechtsposition der Verwaltung klar.

Die Anwohner können also nur hoffen, dass der Bund die kompletten Kosten für die Verfüllung übernimmt.

Luftschutzanlage?

"Wir sind der Meinung, dass hier eine systematische Anlage vorliegt. Dann liegt die Vermutung nahe, dass es sich um eine Luftschutzanlage gehandelt hat", so Staschik. Dann wäre der Bund für die Verfüllung zuständig. Ob sich der Bund dieser Argumentation anschließt, entscheidet sich in Kürze bei Gesprächen zwischen Mitarbeitern des Bunds und der Stadt.

Unklar ist bisher auch, wie teuer die Verfüllung der Hohlräume wird. "Das hängt davon ab, wie viel Beton wir reinpressen müssen", so Staschik. Allerdings seien nur horizontale Stollen entdeckt worden, damit sei der Schaden überschaubar. "Wenn man vertikale Stollen verfüllen muss, kann das leicht ein Fass ohne Boden sein", so Staschik. Aufschluss über den Umfang und damit die Kosten der notwendigen Arbeiten sollen nun die Fachleute im Umweltamt geben auf Basis eines Gutachtens, das die Bochumer Firma Georadar GPR erstellt hatte. Die Fachleute hatten die Hohlräume sonografisch vermessen.

Und daher konnte der Amtsleiter immerhin in einem Punkt Entwarnung geben: Das Gutachten gibt keinen Hinweis auf bisher unbekannte Stollen und Hohlräume.

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