Musik-Kritikerin umgebracht - Verdächtiger in Haft

Raubmord

Raubmord im Dortmunder Süden: Am 25. Oktober ist die 80-jährige Musikkritikerin Sonja Müller-Eisold in ihrem Haus in Löttringhausen umgebracht worden. Sie war nach einem Überfall tot in ihrem Haus gefunden worden. Ein 47-Jähriger wurde unter Mordverdacht festgenommen.

Löttringhausen

von Von Oliver Koch

, 15.11.2011, 11:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der mutmaßliche Mörder auf dem Bild einer Überwachungskamera.

Der mutmaßliche Mörder auf dem Bild einer Überwachungskamera.

Der Verdacht eines Tötungsdelikts hatte sich nach Angaben der Ermittler verdichtet, als mit der EC-Karte der Getöteten nach ihrem Tod mehrfach Bargeldbeträge an Geldautomaten unterschiedlicher Geldinstitute im Dortmunder Süden abgehoben wurden. Der Täter wurde dabei von Überwachungskameras aufgezeichnet, war aber vollständig vermummt.Weitere Ermittlungen führten die Mordkommission schließlich zu einem 47-jähriger Dortmunder, der am Samstag  unter dem dringendem Tatverdacht festgenommen wurde, Müller-Eisold in ihrem Haus aufgesucht, angegriffen und so ihren Tod - möglicherweise infolge eines Herzleidens - verursacht zu haben. Gegen den Mann erging Haftbefehl wegen Verdachts des Mordes. 

Die Kriminalpolizei sucht Zeugen, die Hinweise auf die Person geben können, die in der Zeit vom 25.10. bis zum 4.11. im Dortmunder Süden an Geldautomaten auffällig geworden ist. Man sucht nach Hinweisen auf die Person oder aber den Verbleib der Bekleidung, insbesondere eines auffälligen Kapuzenpullovers, der bislang nicht gefunden und möglicherweise inzwischen entsorgt wurde.  Wer etwas gesehen hat, soll sich unter Telefon (0231) 132 7441 bei der Polizei melden. 

Dr. Sonja Müller-Eisold war seit 1991 Vorsitzende des Richard Wagner Verbandes in Dortmund. Seit Jahrzehnten war sie als Kritikerin für klassische Musik tätig. In der vergangenen Woche hatte der Wagner Verband mit einem bewegenden Konzert Abschied von Müller-Eisold genommen. 

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