Musik und Kabarett in der DASA-Stahlhalle

Extraschicht 2011

200 Termine, 47 Spielorte, 22 teilnehmende Städte, acht Verantaltungsorte in Dortmund – das war die Extraschicht 2011. Mit einem besonderen Programm wartete die DASA in Dorsteld auf.

DORSTFELD

von Von Bastian Pietsch

, 10.07.2011, 16:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Musik und Kabarett in der DASA-Stahlhalle

Der Pianist Armin Fischer nahm die DASA-Besucher mit auf eine musikalische Reise.

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Extraschicht in der DASA

ExtraSchicht 2011: Das waren 200 Termine an 47 Spielorten in 22 Städten des Ruhrgebiets – da durfte die DASA nicht fehlen. Sie wartete mit einem besonderen Programm auf.
10.07.2011
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Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Stephan Schütze
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Bastian Pietsch
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Bastian Pietsch
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Bastian Pietsch
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Stephan Schütze
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Stephan Schütze
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Stephan Schütze
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Stephan Schütze
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Stephan Schütze
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Stephan Schütze
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Stephan Schütze
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Stephan Schütze
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Stephan Schütze
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Stephan Schütze
Die DASA in Dorstfeld lud mit Kabarett, Musik und ihren Ausstellungen zur Extraschicht 2011 ein.© Stephan Schütze

Solche Bilder sieht man nur im Ruhrgebiet: Ingo Börchers steht vor einem Stahl-Korpus, der ihn um ein Vielfaches überragt. Angestrahlt wird der ehemalige E-Ofen des Hoesch-Stahlwerks von einer farbigen Lichtinstallation. Neben ihm steht ein Flügel. Der Szenerie gegenüber sitzt ein Publikum, das offensichtlich großartig unterhalten wird, und im Hintergrund streifen Museumsbesucher mit Kopfhörern durch die Halle. Ingo Börchers (kleines Foto) ist Kabarettist und schob am Samstag eine „Extraschicht“ in der Stahlhalle der Deutschen Arbeitsschutzausstellung (DASA). ExtraSchicht 2011, das waren 200 Termine an 47 Spielorten in 22 Städten des Ruhrgebiets – da durfte die DASA nicht fehlen. Neben der Dauerausstellung rund um Gefahrenschutz, Industrie und moderne Arbeitswelten gab es an diesem besonderen Abend selbstverständlich auch ein besonderes Programm zu bestaunen: Das Anfertigen eines Buchdrucks wie vor einigen hundert Jahren oder die Aufnahme mit einem echten Musikproduzenten zum Beispiel. Das Kernprogramm der Kulturnacht in der Arbeitswelt Ausstellung stellten der selbst betitelte „KlaVirtuose“ Armin Fischer und Kabarettist Ingo Börchers. Beide spielten ihre Programme gleich mehrmals am Abend.

Das war auch bitter nötig, denn wer dieses Programm verpasste, dem entging eine intelligente und doch schreiend komische Vorführung, die sich auf keinen Fall hinter den „Großen“ der Branche zu verstecken braucht – eher im Gegenteil. Denn am Ende der Auftritte von Armin Fischer, der in seiner musikalischen Reise „Einmal Klassik und zurück“ auch von seinen Erlebnissen als Barpianist erzählte und die „Zwei-Finger-Technik“ des großen Pianisten Richard Cleyderman entzauberte, als auch Ingo Börchers, der seinem Publikum die These „Die Welt ist eine Google“ näher brachte und ganz nebenbei die digitale Gesellschaft sezierte, stand eine Erkenntnis: Gute Unterhaltung kommt durchaus ohne "Männer-sind-anders-als-Frauen-Witze“ und Plattenbau-„Prinzessinnen“, gehüllt in rosafarbene Frotteeanzüge, aus. Das Publikum in der DASA, dem „Epizentrum des Humors“, wie Ingo Börchers es augenzwinkernd nannte, kannte jedenfalls kein Halten mehr. Nach diesem gelungenen Abend bleibt die Vorfreude auf die ExtraSchicht 2012 – denn unter solchen Bedingungen macht doch jeder gerne ein paar Überstunden. 

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