Musikschule sieht sich schon auf richtigem Kurs

Sparen

WITTEN Mehr Einsatz von Lehrern, die auf Honorarbasis arbeiten, und weniger Einzelunterricht an den Instrumenten. Das sind Empfehlungen, die die Gemeindeprüfanstalt jüngst der städtischen Musikschule in Witten mit auf den Weg gegeben hat. So könnten 253 000 Euro jährlich eingespart werden. Doch offenbar basieren die Zahlen der Prüfer auf dem Jahr 2007.

von Von Susanne Linka

, 03.03.2010, 10:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Musikschulleiter Michael Eckelt.

Musikschulleiter Michael Eckelt.

"Inzwischen hat sich schon viel verändert", bekräftigt Musikschulleiter Michael Eckelt. Und zwar genau in die Richtung, die der Bericht vorgibt.

Demnach hätten ohnehin nur knapp 25 Prozent seiner Schüler derzeit Einzelunterricht. Zudem würden schon jetzt ein Drittel aller Unterrichtsstunden von Honorarkräften abgedeckt. Diesem Kurs sind nach Auffassung von Michael Eckelt jedoch Grenzen gesetzt: Das kostenbewusste Denken dürfe nicht die Funktionsfähigkeit der Schule gefährden.

"Bei auswärtigen Veranstaltungen müssen uns die Honorarkräfte nicht unterstützen, wenn sie keine Lust oder keine Zeit haben", sieht er mit einem noch viel größeren Honorarkräfte-Pool die Leistungsfähigkeit seines Hauses über das bloße Pflichtprogramm hinaus gefährdet.

Den Einzelunterricht, der als zweite vorgeschlagene Spar-Maßnahme abgebaut werden soll, hält der Musikschulleiter zudem für ein wichtiges Instrument der Begabtenförderung. "Wenn das wegbricht, haben wir an unserer Schule ja keine Vorbilder mehr und keine Talente, die z.B. im Wettbewerb ´Jugend musiziert` beeindrucken können." Nun ist Michael Eckelt gespannt auf die konkreten Vorgaben, die für sein Haus aus der notwendigen Haushaltskonsolidierung erwachsen werden.