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Musikzentrum: Alle Bochumer profitieren

Kulturausschuss beschließt einstimmig

Einstimmig hat der Kulturausschuss die Realisierung des Musikzentrums beschlossen. Damit ist der Weg frei für eine schnelle Realisierung des Projekts, das die Marienkirche und einen benachbarten Neubau zusammenführt.

BOCHUM

von von Ronny von Wangenheim

, 04.02.2011 / Lesedauer: 3 min
Musikzentrum: Alle Bochumer profitieren

Die Marienkirche wird zum Musikzentrum.

Das Musikzentrum – es ist ein schwarz-gelb-rot-grünes Projekt. Einmütig feierten alle Politiker im Kulturausschuss gestern den Durchbruch für den Bau im ViktoriaQuartier, der nicht nur den Bochumer Symphonikern eine Spielstätte, sondern allen musikalischen Akteuren Bochums ein Forum bieten wird. „Musikalische Exzellenz und musikalische Breite“ – so charakterisierte es Kulturdezernent Michael Townsend (Foto). „Davon könne alle Bochumer profitieren“, so sagte es Susanne Rehm (die Grünen).

Ganz klar sollte das Signal Richtung Land sein, dass Bochum dieses Musikzentrum will. Einstimmig verabschiedete der Ausschuss dann auch den Beschluss zur Realisierung. Nur die Linken geben ihre Stimme erst in der Ratssitzung im März ab. 2,4 Millionen Euro wird die Stadt aufbringen. Es ist der Eigenanteil, der schon für die Umgestaltung der Marienkirche vorgesehen war. Insgesamt kostet das Musikzentrum 33,3 Millionen Euro. Townsend betonte: „Die Förderkonditionen sind einmalig: 93 Prozent der Kosten übernehmen das Land mit EU-Mitteln und die Stiftung Bochumer Symphonie.“

Bei den Betriebskosten wird es keine Überraschungen geben. 650 000 Euro sind jährlich veranschlagt. „Wir haben nicht mit Mehreinnahmen kalkuliert, obwohl damit zu rechnen ist“, so Townsend. 350 000 Euro kommen aus dem Etat der BoSy: Geld, das bisher für Transporte und Mieten der externen Spielstätten ausgegeben wird. Die Miete für die Räume an der Prinz-Regent-Straße wurden sogar nicht einberechnet, da es hier langfristige Verträge gibt. Weitere 300 000 Euro kommen aus dem Etat für die Betriebskosten der Marienkirche, die bereits langfristig im Haushalt mit 500 000 Euro kalkuliert sind.

Bei diesen Zahlen konnte Townsend die Vorwürfe des Bundes der Steuerzahler nur als „demagogisch“ zurückweisen. Der hatte bemängelt, Bochum könne sich die Betriebskosten nicht leisten. Dabei hatte der Bund das Konzerthaus Dortmund als Vergleich herangezogen. Das braucht – weil es ganz andere Aufgaben hat – 5 Millionen Euro. Es gibt kein Zurück, so Townsend abschließend. Mit der Realisierung des Musikzentrums sind auch die Entwicklungen rund um die Jahrhunderthalle verbunden. Ohne Musikzentrum kein Parkhaus im Westpark – so einfach ist das. Ob deshalb jetzt alles reibungslos läuft? Hans Hanke (SPD) hat vorsichtshalber dreimal auf Holz geklopft.