Musikzentrum: Neuer Heizungsbauer gefunden

Verzögerungen und Mehrkosten

Die Entwicklung um den Bau des Musikzentrums bleibt weiter spannend: Zwar ist nun ein neuer Heizungsbauer gefunden, doch der unrühmliche Abgang des alten könnte den Zeitplan ordentlich durcheinanderwirbeln. Weiter unklar ist, ob dadurch die Auszahlung von Fördergeldern in Gefahr ist.

BOCHUM

, 04.11.2015, 17:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Musikzentrum: Neuer Heizungsbauer gefunden

Michael Townsend beim Richtfest des Musikzentrums.

„Die neue Firma muss erst noch Material bestellen“, sagt Kulturdezernent und Bauherr Michael Townsend. Das hatte der Vorgänger, eine Firma aus Hilden, nämlich gar nicht erst getan. Sie hatte erst das Personal reduziert und war dann gar nicht mehr auf der Baustelle erschienen.

Dass sie nicht mehr weiter arbeiten konnte, weil der Beton feucht gewesen sei beziehungsweise bestimmte Bauabschnitte noch eingerüstet waren, hält Townsend für „Schutzbehauptungen, die im Kulturausschuss entkräftet werden konnten. Wir sind der Meinung, dass das unsäglich ist.“

Nachträge

Die Verzögerungen, die sich durch den plötzlichen Abgang des Heizungsbauers ergeben, betreffen auch andere Gewerke: „Wenn ich keine Rohre für die Fußbodenheizung verlege, dann kann ich auch keinen Estrich und Bodenplatten verlegen“, erklärt Michael Townsend. Deshalb werden die Folgegewerbe wahrscheinlich Mehrkosten in Form von „Nachträgen“ geltend machen, weil sich ihre Arbeitspläne verschieben.

Eröffnung im Herbst 2016

An Spekulationen über mögliche Mehrkosten (Zahlen von mehr als zwei Millionen Euro stehen im Raum) mag sich der Kulturdezernent nicht beteiligen. „Im Moment bewegen wir uns innerhalb einer Varianz, die für solche Bauprojekte normal ist.“ Man stehe in gutem Kontakt zur Bezirksregierung Arnsberg und der Landesregierung. „Sie werden alles dafür tun, um uns zu helfen, auch weil das Musikzentrum überregionale Bedeutung hat.“

Nach aktuellem Stand soll das Musikzentrum am 30. Juni fertig werden, die große Eröffnung ist dann zum Saisonstart im Herbst 2016 geplant. „Das ist immer noch eine Rekord-Bauzeit“, so Townsend.