Mutter und Sohn in Detmold von Nachbar getötet?

Fahndung läuft auf Hochtouren

Grausame Entdeckung in Detmold: In einem Mehrfamilienhaus findet die Polizei zwei Leichen. Die junge Mutter und ihr sechsjähriger Sohn wurden erstochen. Die Ermittler fahnden mit Hochdruck nach dem mutmaßlichen Täter – einem Nachbarn.

DETMOLD

12.09.2017, 10:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Mutter und ihr Kind sind am Montagabend tot aufgefunden worden. Was hat der 53-jährige Hausbewohner mit ihrem Tod zutun?

Eine Mutter und ihr Kind sind am Montagabend tot aufgefunden worden. Was hat der 53-jährige Hausbewohner mit ihrem Tod zutun?

Es ist ein schrecklicher Fund, den die Polizei in Detmold macht: In einem Mehrfamilienhaus entdecken Beamte am Montagabend die Leichen einer 24-Jährigen und ihres sechs Jahre alten Sohnes. Beide sind erstochen worden, wie die Obduktion am Dienstag ergibt.

Unter Tatverdacht steht demnach ein Nachbar, in dessen Wohnung Mutter und Kind gefunden werden. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem 53-Jährigen, veröffentlicht ein Foto und eine Personenbeschreibung. Wo sich der Mann aufhält, ist zunächst völlig unklar. Auch zum Motiv gibt es nach Angaben der Ermittler noch keine Erkenntnisse.

Mutter und Sohn wohnten erst seit einigen Wochen in der Wohnung

Am Morgen nach dem Fund der Leichen weist nur ein Streifenwagen vor dem Mehrfamilienhaus darauf hin, dass sich hier eine grauenvolle Tat abgespielt hat. Später kommen dann mehrere Beamte der Spurensicherung hinzu, Ermittler suchen mit einem Hund den Garten ab. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet - 16 Beamte des Polizeipräsidiums Bielefeld und der Kreispolizei Lippe ermitteln.

Die junge Frau und ihr Sohn wohnten nach Angaben der Polizei erst seit wenigen Wochen in einer Wohnung des Hauses nahe der Innenstadt. Der mutmaßliche Täter und die Opfer sollen sich demnach gekannt haben.

Die Obduktion ergibt, dass Mutter und Kind durch Stich- beziehungsweise Schnittverletzungen ums Leben kamen. „Wenn man eine Mutter mit ihrem sechsjährigen Kind getötet durch so viele Stichverletzungen sieht, das ist schon grausam“, sagt Oberstaatsanwalt Christopher Imig. Die Tatwaffe ist demnach wahrscheinlich ein Messer. Dieses sei aber noch nicht gefunden worden.

Verstärkung bei der Spurensicherung

„Die Spurensicherung ist sehr umfangreich“, sagt ein Polizeisprecher. Die Wohnung des 53-Jährigen, die der Opfer, das Treppenhaus und der Keller würden untersucht. Nachdem Beamte von der Spurensicherung bereits am Montagabend vor Ort sind, kehren sie am Dienstag noch einmal mit Verstärkung zurück.

Erst im August hatte eine Bluttat in Detmold im Kreis Lippe für Aufsehen gesorgt: Damals war ebenfalls eine junge Mutter erstochen worden. Hintergrund war damals ein Beziehungsdrama.

von dpa

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