Nabu will Ex-Kohlebecken zu neuer Artenvielfalt verhelfen

Biotop in Deusen gekauft

Der Naturschutzbund (Nabu) hat ein fünf Hektar großes Gelände in Deusen gekauft. Darauf befindet sich nicht nur ein See, sondern auch das ehemalige Flota-Becken 3 der Zeche Hansa. Jetzt schmieden die Naturschützer Pläne, wie das Gebiet ökologisch aufgewertet werden kann.

DEUSEN

26.08.2016, 16:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nabu will Ex-Kohlebecken zu neuer Artenvielfalt verhelfen

Der See im Deusener Biotop.

Ziel des Nabu Dortmund ist es, die Eigenarten des Biotops mit seinem Grüngürtel und dem Teich zu erhalten und die einstige Artenvielfalt einer offenen Landschaft wieder herzustellen. Möglich wäre es auch, das ehemalige "Flota-Becken 3"  und den See zu vereinigen, damit die Senke dauerhaft mit Wasser gefüllt ist. Allerdings wird diese Idee unter den Umweltschützern kontrovers diskutiert.

Pläne sollen Umweltamt vorgestellt werden

Sobald die Pläne ausgereift sind, werden die Naturschützer sie dem Umweltamt vorstellen. Das sitzt bei diesem einzigartigen Naturprojekt sowieso schon mit im Boot.

Außerdem ist das Nabu-Gelände inzwischen auch Bestandteil von „Nordwärts“ – einem städtischen Konzept, das die Stärken der nördlichen Stadtbezirke in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und ungeahnte Schätze ans Licht bringen soll.

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Die örtliche Ratsvertreterin Susanne Meyer (SPD) hatte bereits die Möglichkeit, gemeinsam mit der stellvertretenden Huckarder Bezirksbürgermeisterin Iris Enke-Entrich sowie Peter Strege vom SPD Ortsvereinsvorstand Mailoh-Deusen und Horst Entrich vom SPD-Stadtbezirksvorstand dieses einzigartige Biotop mit Nabu-Vertretern unter die Lupe zu nehmen.

"Heute erinnert nichts mehr daran, dass dieses Gelände eigentlich eine nachträglich modellierte Industriebrache ist, auf dem die Zeche Hansa bis Mitte der 70er Jahre minderwertige Steinkohle in sogenannten Flotationsbecken aufbereiten ließ. Von drei Becken blieb letztendlich nur eins übrig. Aus diesem inzwischen nur noch ca. einem Meter tiefem 'Flota-Becken 3' wurde im Laufe der Jahrzehnte ein kleines unter Naturschutz stehendes Grundwasser-Biotop mit reicher Artenvielfalt", berichtet Susanne Meyer.

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