Nach 10 Wochen in Freiheit: Mörder erneut verurteilt

Sparkassenüberfall

Nach einem Sparkassenüberfall in Bochum ist ein verurteilter Mörder am Donnerstag erneut verurteilt worden. Der 29-jährige Angeklagte war gerade erst entlassen worden, als er im September 2016 mit einem Freund eine Sparkasse in Bochum überfallen hat. Die Strafe: acht Jahre Haft plus Sicherungsverwahrung.

BOCHUM

23.03.2017, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Achteinhalb Jahre hatte er zuvor im Gefängnis gesessen, weil er mit Komplizen eine Seniorin überfallen und umgebracht hatte. Vor dem Raubzug in Bochum war er gerade einmal zehn Wochen auf freiem Fuß. Im September 2016 fuhr er mit einem Freund von Aachen nach Bochum, um eine Sparkasse zu überfallen.

Beute von 13.000 Euro

Bei dem Überfall auf die Sparkassen-Filiale trug der 29-Jährige einen Maleranzug und eine Gesichtsmaske. In der Hand hielt er einen angeblich geladenen Revolver. Die Beute: knapp 13.000 Euro. Weit kamen die beiden Männer (der Komplize fuhr den Fluchtwagen) aber nicht.

Im Prozess hatten beide Angeklagte Geständnisse abgelegt. Gegen den 29-jährigen Haupttäter, der von den Richtern als gefährlicher Hangtäter eingestuft worden ist, wurde neben der Haftstrafe auch gleich die gefürchtete Sicherungsverwahrung angeordnet. Das heißt: Auch nach Ablauf der acht Jahre muss der 29-Jährige nicht entlassen werden. Sein Komplize ist zu vier Jahren Haft verurteilt worden.