Nach dem Zaun kommt die neue Gestaltung

Kultur- und Bildungspark Nette

Lange Zeit wirkte es wie die "unendliche Geschichte von Nette", doch der Bau des Kultur- und Bildungsparks nähert sich seiner Vollendung. Nach der Errichtung des Zaunes beginnt nun die Diskussion um die Innengestaltung.

NETTE

, 15.01.2016, 02:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rund um die Albert-Schweitzer-Realschulein Nette wurde ein Zaun mit Drehflügeltoren errichtet. Nun steht die Innengestaltung des Schulzentrums sowie des Kultur- und Bildungsparks an – einen genauen Zeitplan gibt es dafür aber noch nicht.

Rund um die Albert-Schweitzer-Realschulein Nette wurde ein Zaun mit Drehflügeltoren errichtet. Nun steht die Innengestaltung des Schulzentrums sowie des Kultur- und Bildungsparks an – einen genauen Zeitplan gibt es dafür aber noch nicht.

Absolut akzeptabel: So bezeichnet Thomas Tölch, Vorsitzender des Vereins „Kultur- und Bildungspark (KuBiPa) Nette“, den neuen Zaun rund um die Albert-Schweitzer-Realschule (ASR) und ihren Pausenhof. „Er wirkt weder erdrückend noch eng“, räumt der bekennende Zaungegner ein und drückt aufs Tempo: „Jetzt sollte die Innengestaltung angegangen werden.“

Thomas Tölchs Forderung ist tatsächlich die logische Konsequenz. Denn mit der weiteren Umzäunung inklusive abschließbarer Tore des Schulzentrums und damit auch des noch jungen Kultur- und Bildungsparks ist der lange geforderte Sicherheitsaspekt erfüllt.

Investoren können aktiv werden

Investoren, die wegen des fehlenden Zauns Gelder für Neuanschaffungen zurückgehalten haben, können nun aktiv werden. ASR-Fördervereins-Vorsitzender Heinz-Willi Hirsch, der sich als Erster nach der Zaun-Aufstellung in der Redaktion meldete, ist gespannt.

„Wir warten die nächsten Gespräche ab und schauen dann, was wir untersetzen können.“ 35 000 Euro hält zudem die Bezirksvertretung Mengede für die Schulhofgestaltung bereit. Darüber hinaus erinnert Tölch an die finanzielle Unterstützung durch die Stadt, die der Oberbürgermeister versprochen habe.

Bereiche für Sinneserfahrungen

„Die Schulen sollten Prioritäten setzen und sie mit dem Verein und der Politik rückkoppeln.“ Das ist in den Augen von Thomas Tölch der schnellste Weg, um die Ausstattung des Schul- beziehungsweise KuBi-Parks voranzutreiben. Angedacht sind bereits seit 2010 ruhige Aufenthalts- und Rückzugsbereiche, Kommunikationsplätze, Spiel- und Sportareale, „Natur“- und Bewegungszonen sowie Bereiche für Sinneserfahrungen, Kunst und Kultur.

Einige Projekte für ihren Pausenhof haben Schüler und Schülerinnen in den vergangenen Jahren bereits entwickelt. Aktuell arbeite, so Rektorin und 2. Vorsitzende des KuBiPa-Vereins, Christel Stegemann, eine 9. Klasse im Erdkundeunterricht an einem neuen Park-Projekt.

Konkrete Ideen von den Schülern

„Es geht um Stadtökologie. Die Jugendlichen haben sich Anregungen im Westfalenpark und an anderen Schulen geholt, aber auch eigene Fantasien entwickelt. Ihre konkreten Ideen wollen sie der Bezirksvertretung im Laufe des Frühjahrs vorstellen“, so Stegemann.

Sie hoffe darüber hinaus auf eine Detailübersicht samt Zeitplan von der Stadt. Die bekennende Zaun-Befürworterin zeigt sich mit der Umzäunung, die bekanntlich ein Kompromiss jahrelanger Diskussionen darstellt, ganz zufrieden.

Noch keine Beschwerden

„Zurzeit ist alles ruhig, dazu trägt natürlich auch die Jahreszeit bei. Beschwerden, dass man nach dem Abschließen der Tore nicht mehr über den Schulhof abkürzen kann, sind mir noch keine zu Ohren gekommen.“ Weil zum Kompromiss auch gehört, dass die Wegeverbindung links neben der Kirche zwischen Dörwer- und Neumarkstraße jederzeit passierbar bleibt, ist damit wohl auch nicht zu rechnen.

Abschließend hält Christel Stegemann noch eine weitere gute Nachricht bereit: „Die neuen Fußballtore, die wir über das Projekt Schülerhaushalt bekommen, werden in Kürze stehen. Die Verankerungen auf der Wiese sind bereits installiert.“

Der neue Zaun um den KuBiPa ist etwa 165 Zentimeter hoch, besteht aus anthrazitfarbenen Stahlmatten und hat 20000 Euro (inkl. Tore) gekostet. Mit der Bepflanzung soll es laut Stadtsprecherin Katrin Pinetzki in diesem Frühjahr losgehen. Abgeschlossen werden die Drehflügeltore vom Hausmeister montags bis donnerstags um 17 Uhr (freitags 16 Uhr), aufgeschlossen um 6.45 Uhr (Wochenende geschlossen). Unabhängig von der Zaunaufstellung hat sich bereits 2014 der Verein „Kultur -und Bildungspark Nette“ gegründet.

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