Nach Durststrecke neue Ansiedlungen im Technologie-Quartier

Wirtschaft

BOCHUM Die Phase des Stillstands ist überwunden, die Besiedlung des Technologie-Quartiers kommt wieder in Schwung. Zwei Jahre noch, dann will die Entwicklungsgesellschaft Ruhr-Bochum (EGR) alle Grundstücke vermittelt haben. Am Donnerstag ist der Grundstein für ein neues Firmengebäude gelegt worden: Der Dortmunder Software-Entwickler Remira wird sich am Leonardo-da-Vinci-Platz ansiedeln.

von Von Christoph Walter

, 09.07.2009, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schwarz, edel und auf der Nordseite extrem transparent: So wird der neue Remira-Firmensitz aussehen, den Architekt Thomas Schmidt entworfen hat.

Schwarz, edel und auf der Nordseite extrem transparent: So wird der neue Remira-Firmensitz aussehen, den Architekt Thomas Schmidt entworfen hat.

Einen schmucken schwarzen Kubus aus Beton und Glas errichtet Remira, will den Neubau mit seinen 20 Mitarbeitern bereits in sieben Monaten beziehen. Und das Personal um 40 Prozent aufstocken. Platz ist auf gut 1000 Quadratmetern Nutzfläche reichlich vorhanden.

"Eigentlich geht man als Dortmunder ja nicht nach Bochum" Mit einem verschmitzten Lächeln stellte Remira-Geschäftsführer Carsten Scherer fest: "Eigentlich geht man als Dortmunder ja nicht nach Bochum - aber das Technologie-Quartier hat uns einfach überzeugt." Die Nähe zu den Hochschulen, um neue Mitarbeiter zu akkreditieren, die hübsche Lage, die gute Zusammenarbeit mit Stadt und EGR seien für ihn ausschlaggebend gewesen, 1,7 Millionen Euro in Bochum zu investieren. Nach eigenen Angaben führt die EGR derzeit Gespräche mit vier weiteren Unternehmen, die sich im Technologie-Quartier niederlassen wollen. Unter ihnen die Software-Firma G Data. "Mit zwei dieser Unternehmen sind die Verhandlungen so gut wie abgeschlossen", erklärte Swantje Semprich-Schrickel von der EGR. Entscheiden sich alle vier Firmen für das Technologie-Quartier, dann bleiben noch fünf Grundstücke mit Dimensionen zwischen 1500 und 2400 Quadratmetern übrig.

Rund zwei jahre lang gab es keine Interessenten

"Läuft es weiter so gut wie jetzt, werden wir auch dafür in spätestens zwei Jahren Bauherren gefunden haben", schätzt Semprich-Schrickel. 14 Neubauten im Technolgie-Quartier sind inzwischen bezogen. Das Fundament für den künftigen Remira-Sitz ist fertig gegossen. Über einen Zeitraum von fast zwei Jahren hatte sich so gut wie kein Unternehmer für das Technologie-Quartier interessiert. Über den aktuellen Boom freut sich auch Bürgermeisterin Erika Stahl (CDU): "Schön, dass in unserer Stadt trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage kein Stillstand herrscht."