Nach Gehirnerschütterung eines Gastes: Aquarius-Rutsche wird umgebaut

rnAquarius Borken

Es kann sich niemand der Verantwortlichen erklären, aber: Es haben sich verschiedene Badegäste den Kopf gestoßen an der neuen Rutsche im Freizeitbad Aquarius. Nun soll nachgebessert werden.

von Gabi Kowalczik

Borken

, 04.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie es dazu kommen konnte, dass sich Gäste an der neuen Rutsche im Freizeitbad Aquarius den Kopf gestoßen haben, das können sich Thomas Abels, Interimsgeschäftsführer der Stadtwerke, und Stadtwerke-Sprecherin Antje Evers noch immer nicht wirklich erklären. „Ähnliche Modelle gibt es an mehreren Stellen in Deutschland“, sagt Abels.

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Nirgendwo habe es Probleme gegeben. Dennoch möchten die Stadtwerke die Vorfälle ernst nehmen, ergänzt Antje Evers. Die Rutsche wurde vorerst wieder außer Betrieb genommen, nun wird baulich nachgebessert.

Nach Gehirnerschütterung eines Gastes: Aquarius-Rutsche wird umgebaut

Die Benutzer der Rutsche werden neuerdings in einem Flachwasserauslauf von allein ausgebremst und können dann über eine Treppe die Rutsche verlassen. Der Flachwasserauslauf ist über dem alten Becken angebracht, das nur noch als Wasserspeicher genutzt wird. © Gaby Kowlaczik

Die Problemstelle liegt am Ende der Rutsche, dort, wo sie von draußen ins Gebäude führt. Aus statischen Gründen verenge sich die sonst breitere Rutsche dort, erklärt Abels. In der Breite dürfe sich an dem Mauerdurchbruch auch nichts ändern. In der Höhe aber gebe es Spielraum. Das Rutschenende werde daher in der dritten Kalenderwoche nach oben hin vergrößert, also oval gestaltet.

„Es handelt sich um eine Liegendrutsche“

„Dann dürfte auch nichts mehr passieren, wenn jemand im Sitzen rutscht“, sagt Antje Evers. Wobei genau das dann noch immer nicht erlaubt sei, betont sie weiter. „Es handelt sich um eine Liegendrutsche.“ Die Gäste, die sich den Kopf gestoßen hatten, hätten das trotz mehrerer Hinweisschilder offenbar nicht beachtet und seien im Sitzen gerutscht. Die Stadtwerke haben Kontakt zu den Betroffenen aufgenommen und sich trotzdem für die Unannehmlichkeiten entschuldigt. Eine Frau hatte eine Gehirnerschütterung erlitten.

Flachwasserauslauf statt Plumps-Auffangbecken

In sozialen Netzwerken war neben Berichten über die Kopfverletzungen auch das Gerücht aufgekommen, die Rutsche sei versehentlich spiegelverkehrt eingebaut worden. „Das stimmt nicht“, sagt Thomas Abels ganz deutlich. „Alles ist genau so eingebaut worden, wie es sollte.“ Dass der Eindruck entstehen könnte, das sei nicht so, führt der Interimsgeschäftsführer auf die außergewöhnliche Konstruktion am Ende der Rutsche zurück. Das alte Plumps-Auffangbecken sei nach heutigen Vorschriften nicht mehr erlaubt, ein Flachwasserauslauf hingegen vorgeschrieben, erklärt er.

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Gäste werden dort von allein ausgebremst und können dann über eine Treppe die Rutsche verlassen. Der Flachwasserauslauf ist über dem alten Becken angebracht, das nur noch als Wasserspeicher genutzt wird. Um Irritationen vorzubeugen, soll an der Stelle optisch nachgebessert werden.

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