Nach Kritik: Josef Ackermann sagt Auftritt in Bochum ab

"Herausforderung Zukunft"

Josef Ackermann wird keine Herausforderung Zukunft-Rede im Schauspielhaus halten. „Uns geht es um ernsthafte Diskussion. Wir machen kein Theater“, begründete ein Sprecher der Deutschen Bank die Absage von Ackermann in Anspielung auf Äußerungen der letzten Tage.

BOCHUM

von Von Ronny von Wangenheim

, 29.07.2011 / Lesedauer: 2 min

Als gutes Zeichen hat DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund die Absage des Bankenchefs bezeichnet. „Der Protest und die angekündigte Gegenveranstaltung haben Wirkung gezeigt,“ so Hermund. „Jetzt ist der Veranstalter am Zuge, sich um einen glaubwürdigen Vertreter für das Thema „Herausforderung Zukunft“ zu bemühen. Man sollte nicht einen Brandstifter zum Feuer löschen engagieren.“ Die Absage des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank setzt einen Schlusspunkt unter eine kontrovers geführte Diskussion in Bochum. Da hatte zuletzt Ralf Feldmann, Ratsmitglied der Linken, einen offenen Brief an OB Scholz und Kulturdezernent Michael Townsend geschrieben. Es sei eine Provokation, wenn Ackermann die Gelegenheit erhalte, im Schauspielhaus „die verderbliche Unkultur des entfesselten neoliberalen Kapitalismus als Hoffnung für die Zukunft zu verkaufen.“ Der FDP-Kreisverband dagegen hatte in der Kritik vor allem „absurdes Sommertheater“ gesehen.