Nach Schuss auf Zwölfjährigen: Opfer geht es besser

Helmutstraße

Dem 12-jährigen Jungen, der am Dienstagabend in Dorstfeld angeschossen wurde , als er mit Freunden auf einer Grünfläche einer Dogewo-Wohnsiedlung an der Helmutstraße Fußball spielte, geht es wieder besser. Das teilte die Polizei, deren Ermittlungen weiter auf Hochtouren laufen, am Mittag mit. Der Vermieter kündigt derweil deutliche Konsequenzen an.

DORTMUND-DORSTFELD

von Von Nils Heimann und Matthias vom Büchel

, 24.03.2011 / Lesedauer: 3 min
Nach Schuss auf Zwölfjährigen: Opfer geht es besser

An dieser Stelle wurde der Junge angeschossen.

Dieses wurde am Morgen genau unter die Lupe genommen. Auch den Jungen konnte die Poilizei am Donnerstag befragen. "Es geht ihm besser, aber er bleibt noch ein paar Tage in der Klinik", teilte Polizeisprecherin Cornelia Weigand mit. Darüber hinaus setzten die Beamten die Befragungen im Umfeld des Tatortes fort. "Es hat einige Hinweise aufgrund der Berichte der Medien gegeben", erklärte die Polizeisprecherin.

Ist der Täter geschnappt, hat das für ihn nicht nur strafrechtliche Konsequenzen für ihn. "Wir werden sofort die Kündigung aussprechen, wenn es sich herausstellt dass einer unserer Mieter der Täter ist", sagt Regine Stoerring, Pressesprecherin des Dortmunder Großvermieters. "Für Leute, die so etwas tun, ist in unseren Wohnungen kein Platz." . Nach Angaben des Jungen und einiger Augenzeugen stand der Zwölfjährige am frühen Dienstagabend als Torwart im Tor, als er plötzlich zwei Rufe von Balkonen hörte. Während er den ersten Schrei einem Kind zuordnete, wurde danach von einem vermutlich Erwachsenen lautstark nach Ruhe geschrieen.

Wenig später hörten die Kinder zwei „Knall-Geräusche“, der Junge spürte einen stichartigen Schmerz in seinem Knie. „Danach ist er in ein Spielhaus auf der anderen Seite der Wiese geflüchtet“, berichtete der Cousin des Zwölfjährigen, der ebenfalls an dem Fußballspiel beteiligt war. Dort bemerkte er die Beschädigung an seiner Hose und die Verletzung am Knie. Daraufhin alarmierten die Kinder den Onkel des Angeschossenen, der wiederum die Polizei verständigte. Nachdem der Junge zunächst vor Ort ambulant durch Rettungskräfte behandelt wurde, stellte sich später heraus, dass eine Operation notwendig ist.

Eine erneute Untersuchung hatte ergeben, dass in der Wunde noch ein Projektil steckte. „Die Wunde war insgesamt etwa so groß wie ein Zwei-Cent-Stück“, schilderte die Tante die Verletzung, „war blutig, blau angelaufen und in der Mitte war etwas Schwarzes zu sehen.“ Die Polizei sucht nach Zeugen, diese sollen sich unter Telefon (0231) 132 2121 melden.

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