Nach Stopp von Astrazeneca: Bund und Länder verschieben Impfgipfel

Coronavirus

Nach der Aussetzung des Astrazeneca-Impfstoffs müssen nun auch Bund und Länder umplanen. Der geplante Impfgipfel am Mittwoch wird nun verschoben. Man warte auf die Entscheidung der EMA.

Berlin

16.03.2021, 06:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), bei einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), bei einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder. © picture alliance/dpa/Bundesregierung

Der für Mittwochabend geplante Impfgipfel von Bund und Ländern wird nach der Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca verschoben. Das teilte ein Regierungssprecher am Dienstag in Berlin mit. Die Telefonkonferenz zum Thema der Impfkampagne und der Einbeziehung der Hausärzte werde verschoben, bis eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde zum Astrazeneca-Impfstoff vorliege.

Die Deutsche Presse-Agentur hatte bereits am Montagabend aus mit den Vorgängen befassten Kreisen erfahren, dass die Telefonkonferenz voraussichtlich verschoben wird.

Praxen sollten vorrangig Astrazeneca verimpfen

Am Montagnachmittag hatte das Bundesgesundheitsministerium überraschend mitgeteilt, dass auch Deutschland die Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca vorerst ausgesetzt werden. Vorausgegangen waren Meldungen von Blutgerinnseln im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung mit dem Präparat. Den Angaben zufolge handele es sich um einen vorsorglichen Schritt, dem eine entsprechende Empfehlung des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vorangegangen sei.

Bei dem Impfgipfel am Mittwoch wollten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder eigentlich über das weitere Vorgehen in der Impfstrategie beraten. Konkret sollte es dabei auch um die Frage gehen, wie die Hausärzte in Deutschland flächendeckend in den Impfabläufen berücksichtigt werden könnten. In den Praxen sollte dabei insbesondere der Impfstoff von Astrazeneca zum Einsatz kommen, da dieser dort auch gelagert werden kann.

RND

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