Nachbarn kennen die Bergbauproblematik

Seit 1979

Familie Gelfarth durfte Freitagvormittag, 11. Juli, nach der Nacht im Hotel trotz Tagesbruch noch einmal kurz in ihr schmuckes Einfamilienhaus, um Gepäck zusammenzuraffen. Angst um ihr Heim, so Andrea Gelfarth, habe sie eigentlich nicht: „Wir fahren jetzt nach München und vertrauen den Fachleuten hier. Die haben das im Griff und informieren uns per Telefon.“

HERBEDE

11.07.2014 / Lesedauer: 2 min

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Die Nacht im Hotel hat Ellen Storchmann teilweise am Fenster stehend verbracht: „Da kann man doch nicht schlafen. Ich bin so froh, dass unsere Kinder – die wohnen dort im letzten Haus – nicht da waren. Meine vierjährige Enkelin fährt sonst immer mit dem Rad hier herum. Was hätte da alles passieren können?“ Während die Nachbarn vormittags noch hofften, nachts wieder in den eigenen Betten schlafen zu können, rauschte schon das Lava-Granulat ohrenbetäubend laut durch den langen Schlauch in den Tagesbruch.  „Beton wäre hier viel zu schwer zum Verfüllen. Lava-Granulat ist viel leichter, aber genauso stabil“, erläutert Frank Wollnik von der RAG Bergbau AG.

Mit einem Bausachverständigen ist er schon durch die Häuser, die ganz in der Nähe des großen Erdloches stehen, gelaufen. Anzeichen für Schäden wurden dabei erst einmal nicht gefunden. 

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