Nachruf zum Tod von Karl-Heinz Schwarz

Wattenscheider Künstler

WATTENSCHEID Am 13. März verstarb der Wattenscheider Künstler Karl-Heinz Schwarz nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren. Dr. Bernd Gülker vom Kunstzentrum Bochum erinnert an sein Werk und Leben

29.03.2010, 15:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nachruf zum Tod von Karl-Heinz Schwarz

Ein Foto vergangener Tage: Der Wattenscheider Künstler Karl-Heinz Schwarz bei der Arbeit.

Der gebürtige Wattenscheider Karl-Heinz Schwarz begann mit 18 Jahren seine künstlerische Ausbildung in Malerei und Grafik. Nach dem Studium in Amsterdam arbeitete er als Grafik-Designer in einer Großdruckerei, spezialisierte sich nebenbei im Aktzeichnen und der Porträtmalerei.

Gefühle auf Leinwand Ab 1955 begann Karl-Heinz Schwarz seine Gefühle auf der Leinwand zu realisieren. Seine zeitgenössischen Werke fanden großen Widerhall im Verlauf seiner Ausstellungen. Zunächst bevorzugte er norddeutsche landschaftliche Darstellungen, bevor es 1992 durch äußere Einflüsse zu einer gravierenden Wende in seiner Malerei kam.  Abstrakte Komposition Er widmete sich der modernen abstrakten Komposition. Hier verstand er es, seine Empfindungen in krassen abstrahierten Formen widerzuspiegeln.

Als einen Teil seines weiten Spektrums befasste sich Schwarze mit der Illustration von Büchern. Er illustrierte psychologische Literatur und humorvolle Geschichten.  Letztes Buch Als letztes Buch erschien "Ehrlich gesagt - Lächerliches aus Bochum und dem Ruhrgebiet" im Naumann-Verlag.

1980 gründete er mit Monika Wrobel-Schwarz den Kunstkreis Wattenscheid. Er setzte sich permanent für die Kunst und Kultur in unserer Stadt ein und förderte junge Künstler, die am Anfang eines künstlerischen Werdeganges standen.