Nächster Schritt in Sachen RWE-Aktien ist getan

Beschluss im Bochumer Rat

Es gibt Neues in Sachen Bochum und RWE-Aktien. Im Rat der Stadt wurde am Donnerstag die "Möglichkeit einer Handlungsfähigkeit" beschlossen. Konkret heißt das: Es gibt zwar einen Fahrplan - der beinhaltet aber gleich mehrere Optionen für das weitere Vorgehen.

BOCHUM

, 15.09.2016, 18:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rund 6,6 Millionen Aktien des Energiekonzerns RWE besitzt die Stadt Bochum. Spätestens seit dem Wegfall der Dividenden und dem damit verbundenen Ausbleiben von Einnahmen in Millionenhöhe in diesem Jahr haben die Wertpapiere an Lukrativität eingebüßt.

Ganz zu schweigen von dem immensen Wertverlust, den die Aktie in den vergangenen Monaten und Jahren durchlaufen hat. Lag der Kurs pro Stück vor neun Jahren noch bei fast 100 Euro, sind es derzeit nur rund 15. Hätte die Stadt damals beim Höchststand verkauft, wäre sie um mehr als 600 Millionen Euro reicher - den Buchwert ausgeklammert. Derzeit ist das Paket nur etwa ein Sechstel davon wert.

Preis nicht zu niedrig

Jetzt hat die Stadt Bochum eine Art Konzept für den weiteren Umgang mit dem Aktienpaket in die Wege geleitet. In der Ratssitzung am Donnerstag wurde die die "Möglichkeit einer Handlungsfähigkeit" beschlossen. Das heißt: Die Stadt kann die Aktien verkaufen, hat aber nicht festgeschrieben, dass sie das auch tatsächlich tun muss.

Demnach gibt es zwar ein Datum, ab welchem das Paket abgestoßen werden kann, aber keines, bis zu dem es abgestoßen werden muss. Die Verwaltungsvorlage sieht allerdings vor, den Preis bei einem etwaigen Verkauf nicht zu niedrig anzusetzen. Wie hoch dieser Mindestpreis sein soll, blieb am Donnerstag Inhalt der nicht-öffentlichen Sitzung.

Jetzt lesen

Schlagworte: