Natasa Dragnic: „Einatmen, Ausatmen“

Buchkritik

Gloria, eine Jazzsängerin, liegt im Koma und in ihrem Krankenzimmer versammeln sich gleich drei Männern mit Ansprüchen auf sie.

von Von Britta Helmbold

, 26.10.2017, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Da ist der deutsche Ehemann, den sie vor acht Jahren verließ, da ist ihr E-Mail-Geliebter aus Venedig und ihr aktueller amerikanischer Lover, ein Schlagzeuger. Von den Revierkämpfen und Eifersüchteleien der drei Herren erzählt Natasa Dragnic in „Einatmen, Ausatmen“. Jedem der Männer verpasst sie ein Instrument, das dann die Kapitelüberschrift bildet.

Sie berichtet als Allwissende-Erzählerin, lässt aber auch ihre drei Männer Selbstgespräche führen. Selbst Gloria kommt zu Wort – ein Gedankenfluss ohne Satzzeichen. Ganz nett.

Natasa Dragnic: Einatmen, Ausatmen, 245 S., ars videndi, 20 Euro, ISBN 978-3-86913-719-3.