Naturforscher schenkte Prinz George Riesenhaizahn - jetzt will Malta ihn zurück

Royals

Tierfilmer David Attenborough hatte dem siebenjährigen Sohn von Prinz William einen Riesenhaizahn geschenkt. Diesen muss der Junge jetzt aber womöglich wieder zurückgeben - an Malta.

Valletta

29.09.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Malta fordert den Zahn eines urzeitlichen Riesenhais zurück, den Prinz George  vom britischen Naturforscher Sir David Attenborough bekommen hatte. (Archivbild)

Malta fordert den Zahn eines urzeitlichen Riesenhais zurück, den Prinz George vom britischen Naturforscher Sir David Attenborough bekommen hatte. (Archivbild) © picture alliance/dpa

Der britische Prinz George muss das ungewöhnliche Geschenk eines Tierfilmers möglicherweise schon bald wieder abgeben. Malta fordert den Zahn eines urzeitlichen Riesenhais zurück, den der Siebenjährige vom britischen Naturforscher Sir David Attenborough bekommen hatte. „Es gibt einige Artefakte, die für Maltas Naturerbe sehr wichtig sind und sich mittlerweile im Ausland befinden, die zurückgeholt werden sollten“, sagte Kulturminister José Herrera am Montag der „Times of Malta“. Attenborough soll das Fossil während eines Urlaubs auf Malta in den 1960er Jahren gefunden haben.

Anlass für das besondere Geschenk an den kleinen Royal war eine private Vorführung des neuen Films von Attenborough, wie der Kensington-Palast mitteilte. Auf Bildern ist zu sehen, wie Prinz George das Zahnfossil bestaunt.

In Malta ist seit 2002 das Ausgraben von Fossilien verboten

Carcharocles megalodon war nach Angaben von Forschern wahrscheinlich der größte Hai, der je gelebt hat - rund dreimal so groß wie ein heutiger Weißer Hai. Die Art kam vor etwa 23 Millionen Jahren auf und starb vor 2,6 Millionen aus.

In Malta ist es seit 2002 verboten, Fossilien zu entfernen oder auszugraben. Herrera machte keine genauen Angaben dazu, wie er den Zahn nach Malta zurückholen wolle. „Ich werde den Stein ins Rollen bringen“, sagte er. Generell müsse das Land sich mehr dafür einsetzen, naturgeschichtlich wichtige Gegenstände zurückzuholen.

RND/dpa