Naturfreund sieht Fledermaus-Paradies in Gefahr

Altes Stellwerk Am Wirksfeld

Früher ein Stellwerk der Bahn, heute nur ein verlassenes Haus am Waldrand: der Bau Am Wirksfeld 201. Die Bezirksvertretung Scharnhorst fordert den Abriss oder zumindest eine Absicherung des Objektes. Dazu meldet sich nun der Umweltschützer und Fledermausfreund Heinz Heitland zu Wort.

SCHARNHORST

07.07.2016, 04:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Gebäude stelle den perfekten Unterschlupf für Fledermäuse aller Art dar, sagt Heinz Heitland, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Amphibien und Reptilienschutz Dortmund (Agard). Natürlich verstehe er die Bedenken bezüglich Vandalismus. Ein Grund, das ganze Haus abzureißen, sei dies aber nicht. 

Heitland schlägt eine Vergitterung der Fenster vor, um vor unerwünschten Eindringlingen zu schützen. So können die Tiere trotzdem noch ungehindert in die ungenutzten Räume gelangen. Wenn das Gebäude nicht abgerissen würde, helfe das nicht nur den Fledermüsen, sondern verhindere auch unnötige Kosten.

Zwergfledermäuse

Volker Heimel arbeitet seit dreißig Jahren mit Fledermäusen und ist beim Naturschutzbund (Nabu) Dortmund in der Arbeitsgemeinschaft Fledermäuse aktiv. Auch der Experte bestätigt Heitlands Meinung: Das Haus biete gute Bedingungen für Fledermäuse. Er vermutet in dem Gebäude vor allem Zwergfledermäuse – die kleinsten Vertreter ihrer Art. Aber auch Mückenfledermäuse, Teichfledermäuse und Breitflügelfledermäuse könnten dort Unterschlupf suchen.

Darum ist das alte Stellwerk ein perfektes Fledermausheim:

  • Nähe zum Wald
  • Nähe zur Körne
  • Großer Insektenbestand
  • Kühle, dunkle Räume
  • Kleine, offene Fenster
  • Keine Störquellen

Der setzt sich für den Schutz und die Erforschung von Natur und Landschaft im städtischen Ballungsraum ein. Die Fledermaus-AG im hat die Aufgaben: Fledermausexkursionen, Bestandserfassungen mit Detektoren, Optimierung von Fledermausquartieren und Fledermauskastenkontrollen.  
                             

 

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