Naturschutzgebiet müllfrei

"Auf dem Brink"

Müll aufsammeln hört sich nicht so prickelnd an. Ist es auch nicht, aber für die gute Sache lohnt es sich: Da das Naturschutzgebiet "Auf dem Brink" um die Brechtener Straße verschmutzt ist, kamen am Samstag über 20 Bürger zum Saubermachen zusammen.

KEMMINGHAUSEN

von Von Larissa Hinz

, 21.02.2011, 18:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Säckeweise Müll sammelten Naturschützer, Jäger und Landwirte in einer Aktion im Naturschutzgebiet »Auf dem Brink« in Kemminghausen ein.

Säckeweise Müll sammelten Naturschützer, Jäger und Landwirte in einer Aktion im Naturschutzgebiet »Auf dem Brink« in Kemminghausen ein.

Bei Erbsensuppe und Brötchen erfuhren die fleißigen Müllsammler auch von dem bundesweit bereits bekannteren Artenschutz-Projekt „Lerchenfenster“, das sich um die gefährdete Feldlerche kümmert. Der Vogel ist ursprünglich ein Steppenvogel, der eine Besonderheit hat: Er trällert im Flug, "das heißt, er sucht sich keine Sitzwarte“, so Thomas Quittek.

Sein Lebensraum wird durch die Bebauung immer kleiner, der Dortmunder Brutbestand hat in den letzten zehn Jahren um 70 Prozent abgenommen. Um seine Lebensbedingungen zu verbessern, stellen einige Landwirte aus der Region ihre Ackerflächen zur Verfügung: Circa 20 Quadratmeter große Flächen lassen die Landwirte auf den Feldern frei, dort wird nichts ausgesät.

"Zwar brüten die Tiere im umliegenden Getreide, aber sie brauchen die Lerchenfenster unbedingt als Start- und Landebahn“, erklärt Thomas Quittek. Neben der guten Tat gab es für die Teilnehmer der Müll-Sammel-Aktion also auch noch eine Portion Wissen obendrauf. Das Naturschutzgebiet ist wieder sauber, und komische rechteckige Löcher in den Feldern sind erklärt. Vielleicht kommen als nächstes die Kornkreise dran.