Nette bekommt einen "Boulevard der Kinderrechte"

Spielgeräte-Rundgang

Welche Rechte haben Kinder? Ein ungewöhnliches Projekt in Nette soll die abstrakte Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen greifbar machen. Auf dem "Boulevard der Kinderrechte" verwandeln sich die Papier-Paragrafen in Spielgeräte. Wir stellen die einzelnen Stationen vor und zeigen, wo sie liegen werden.

NETTE

, 25.02.2016, 17:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie hier im Mütterzentrum Dorstfeld soll in der Buriad-Siedlung eine Nestschaukel aufgebaut werden, um damit das „Recht auf Eltern“ zu symbolisieren.

Wie hier im Mütterzentrum Dorstfeld soll in der Buriad-Siedlung eine Nestschaukel aufgebaut werden, um damit das „Recht auf Eltern“ zu symbolisieren.

Die ersten Stationen des neuen Rundwegs sollen bereits in diesem Jahr installiert werden. Außerdem gehört es zur ersten Generation des Zehnjahresprojekts „Nordwärts“ der Stadt. Geboren wurde die Idee 2012. Das Schwerpunktthema der Netter Falken war damals „Ratsvertreter und ich machen Politik“. „Dabei haben die Kinder festgestellt: Kinderrechte sind viel zu abstrakt. Deshalb haben wir uns überlegt, sie sichtbar zu machen“, erinnert sich Gruppenleiterin Stephanie Tölch.

Das Ergebnis: ein Kinderboulevard für Kinderrechte. Mit Spielgeräten, die das jeweilige Recht symbolisieren, mit Bänken zum Verweilen und Steelen, die einen QR-Code erhalten. Impulse holte sich die Kinder- und Jugendgruppe unter anderem bei Exkursionen zur Kinderrechte-Straße in Nürnberg oder zum Kinderrechte-Park in Hagen.

Die Stationen des "Boulevards der Kinderrechte":

Boulevard kostet 73.000 Euro

Die Projektidee machte die Runde und stieß allseits auf Begeisterung – auch der Oberbürgermeister sei sehr angetan gewesen, so Stephanie Tölch. Das Leitungsteam, zu dem noch Klaus Schlichting und Ulrike Gawol gehören, hat sich dann auf die Suche nach Paten und Sponsoren gemacht. Mit Erfolg. Unterstützt von Jugendamt, Stadtgrün und dem Büro für Kinder- und Jugendinteressen entstand schließlich das Konzept mit einem Gesamtvolumen von 73.250 Euro.

„Etwa die Hälfte der Stationen ist bereits durch Sponsoren finanziert. Im Laufe der kommenden zwei Monate ungefähr soll es dann eine Planungswerkstatt geben, bei der alle Beteiligten an einem Tisch sitzen: Investoren, Falken und Vertreter aller beteiligten städtischen Ämter“, berichtet Stadtsprecherin Katrin Pinetzki auf Anfrage.

Rundgang dauert etwa anderthalb Stunden

Auf diese Weise wolle man die Planungsprozesse, etwa für die Genehmigungsverfahren, verkürzen. „Falls dann noch nicht alle Stationen durch Paten finanziert sein sollten, wird ,Nordwärts‘ eine Vorlage für den Rat erarbeiten mit dem Vorschlag, die Differenz beizusteuern“, erklärt Katrin Pinetzki. 

Der Rundweg „Boulevard der Kinderrechte“ dauert rund eineinhalb Stunden. Das haben die drei Falken-Gruppenleiter bereits ausprobiert. Der Start kann flexibel gewählt werden. Bei Bedarf bieten Klaus Schlichting, Stephanie Tölch und Ulrike Gawol auch Führungen an.

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