Neubau wäre Alternative zur Sanierung

BVZ

Sanierung oder gar ein Abriss? Die Zukunft des Bildungs- und Verwaltungszentrum ist Gegenstand einer politischen Debatte. Denn die geplante Sanierung würde insgesamt beinahe so viel kosten, wie ein Umbau. Nun ist aber nicht nur die Politik gefragt. Die Verwaltung muss Zahlen liefern.

BOCHUM

, 27.03.2014, 07:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neubau wäre Alternative zur Sanierung

Das BVZ könnte abgerissen und andernorts neu gebaut werden. In dem Gebäude befinden sich auch Stadtbücherei und Volkshochschule.

Die Verwaltung sei von etwa 50 Millionen Euro für die Sanierung des BVZ ausgegangen. „Mit den Kosten für die Interimslösung sind wir nah an 70 Millionen Euro dran“, so Collisi. Und eben diesen Betrag hätte die Verwaltung auch für einen Neubau im Kopf gehabt. Nun solle die Alternative politisch bewertet werden – ab Herbst. Im Sommer will die Verwaltung die beiden Möglichkeiten – Sanierung und Neubau – gleichwertig aufbereiten. Dann geht die Vorlage an die Politik. Viel Zeit bleibt laut Collisi nicht. Die Tage, an denen es in Räume des BVZ hinein regnen und an denen sich Schimmel bilden würde, „müssen endlich sein“. Zudem müsse das Projekt „2018 auf den Beinen stehen“ und die vom HSK geforderten Konsolidierungserfolge einfahren.

Ausschussmitglied Hans Henneke (CDU) wollte wissen, warum die Verwaltung nicht gleich zu Beginn der Planung mit einem Neubau gerechnet habe. Schließlich hätten Zahlen für Interimslösungen vorliegen müssen, da bereits das Technische Rathaus umgebaut worden ist. „Die Erfahrungen haben uns aber nicht viel geholfen“, erklärte Collisi. Die Sanierung sei Jahre her und Preise hätten sich verändert. „Die Kosten von 16 bis 17 Millionen Euro lassen sich nicht mit dem Technischen Rathaus vergleichen.“ Sollte die Politik sich für einen Neubau aussprechen, soll er nicht weit entfernt errichtet werden. „Wir reden von einem Radius von 200 bis 250 Metern um das historische Rathaus herum“, so Collisi. Bevor die Politik entscheidet, will sie Fakten. Ausschuss-Vorsitzender Ernst Steinbach (SPD) erklärte: „Es kann nicht nur politische Verantwortung sein, es müssen Zahlen her.“ Die muss die Verwaltung nach dem Sommer vorlegen.

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