Neue Diversitätsregel bei den Oscars: “Bester Film”-Auszeichnung nur mit Quote

Oscars

Die Oscar-Akademie möchte in der Sparte “Bester Film” mehr Inklusion erreichen. Daher gibt es jetzt neue Kriterien im Bereich Diversität, die Filmemacher erfüllen sollen.

09.09.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Regisseure, die ab 2024 einen Oscar für den besten Film erhalten möchten, müssen bestimmte Kriterien erfüllen.

Regisseure, die ab 2024 einen Oscar für den besten Film erhalten möchten, müssen bestimmte Kriterien erfüllen. © picture alliance/dpa

Historische Reform in Hollywood: Die Oscar-Akademie will künftig durch neue Standards bei der Oscar-Vergabe mehr Inklusion und Diversität in der Top-Sparte “Bester Film” erzwingen. Wie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences am Dienstagabend (Ortszeit) mitteilte, müssen Bewerber für den Hauptpreis des Oscar-Wettbewerbs ab 2024 mindestens zwei Vielfalts-Kriterien erfüllen, um sich zu qualifizieren.

Mehrere Kriterien

Den Produzenten stehen dabei mehrere Optionen offen. Beispielsweise könnte eine Darstellerin oder ein Darsteller in einer wichtigen Rolle einer marginalisierten Gruppe angehören, etwas asiatischer oder hispanischer Abstammung sein.

Als ein weiteres Kriterium führt die Filmakademie inhaltliche Aspekte an: Filmbeiträge sollten demnach ein Thema behandeln, das sich um Frauen, Minderheiten, Menschen mit Behinderungen oder LGBT-Inhalte dreht - also Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans-Menschen. Als weitere mögliche Standards stellt der Filmverband Diversitäts-Quoten für die gesamte Rollenbesetzung oder für das Produktionsteam zur Auswahl.

Die mehr als 9000 Academy-Mitglieder bestimmen jedes Jahr die Oscar-Preisträger. Der Verband setzte sich bislang traditionell aus überwiegend männlichen Mitgliedern weißer Hautfarbe zusammen. Der Mangel an Vielfalt führte in den vergangenen Jahren zu heftiger Kritik an dem Verband. So wurden Afroamerikaner bei den Oscar-Nominierungen weitgehend übersehen.

RND/dpa

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