Neue Heimat Deutschland

15.04.2019, 18:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neue Heimat Deutschland

Kobra, Marzi, Rassul und der kleine Johannes aus dem Iran wohnen in Ascheberg.hurek © Claudia Hurek

Ascheberg. Nur ein Rucksack. Mehr Gepäck hatten Marzi, Rassul und Kobra nicht dabei, als sie ihr Heimatland Iran verließen. Die drei jungen Menschen flüchteten vor der schwierigen Lage in ihrem Land. Vier Wochen lang waren sie gemeinsam mit einem weiteren Bruder unterwegs, um über die Türkei und Griechenland schließlich nach Deutschland zu kommen. Sie gehören zu den vielen Flüchtlingen, die im Jahr 2015 eine neue Heimat hierzulande suchten. Zuerst blieb die Familie in Köln, dann kam sie nach Ascheberg. Heute leben Rassul und Kobra gemeinsam mit ihrem Sohn Johannes in einem Zimmer in einem Einfamilienhaus, in dem auch andere geflüchtete Menschen wohnen. Sie haben nicht viel Platz. Sie sind dennoch froh über ihre neue Heimat. Marzi, die Schwester von Rassul, wohnt hingegen in einer eigenen Wohnung.

Die 21-Jährige geht in die zehnte Klasse des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs in Lüdinghausen. Sie hat große Pläne für ihre neue Zukunft in Deutschland. Die junge Frau möchte studieren und Produktdesignerin werden. Große Unterstützung in der neuen Umgebung bekommt sie dabei auch von ihrer Lehrerin. Wenn Marzi Fragen hat, kann sie ihre Lehrerin um Hilfe bitten.

Andrea Wellerdiek