Neue Hütte im Dreieck Gescher-Stadtlohn-Südlohn bietet Radlern und Wanderern Schutz

rnSchutzhütte in Estern

Die Radler- und Wanderer-Schutzhütte „Bittners Hüüsken“ in Estern ist eingeweiht worden. Viele Ehrenamtliche haben dazu beigetragen, dass das Projekt des Heimatvereins realisiert wurde.

von Franz-Josef Schulenkorf

Gescher

, 17.07.2019 / Lesedauer: 2 min

„An Gottes Segen ist alles gelegen!“, so Elmar Rotherm, Vorsitzender des Heimatvereins, am Samstagmorgen. Knapp zwei Jahre nach den ersten Planungen wurde die Radfahrer- und Wanderer-Schutzhütte „Bittners Hüüsken“ in Estern offiziell eingeweiht. Gemeinsam nahmen Pfarrer Hendrik Wenning und sein evangelischer Amtsbruder Rüdiger Jung die Einsegnung vor.

Grundstück für neue Hütte im „Städtedreieck“ Südlohn-Stadtlohn-Gescher

Im „Städtedreieck“ Südlohn-Stadtlohn-Gescher hat der Heimatverein das Grundstück gefunden. Bei der Einweihungsfeier wurde deutlich, dass die Hütte bereits jetzt stark frequentiert wird. Nachbarschaften und Kegelklubs steuerten die Hütte an, um hier zu rasten, so auch der Kegelklub „Die Flunker“ aus Stadtlohn. Die Kegler sprachen dem Heimatverein ein großes Lob für die Schutzhütte aus.

Die Schutzhütte „Bittners Hüüsken in Estern erinnert mit ihrem Namen an die Familie Bittner, die hier nach dem Krieg in den 1950er- und 60er-Jahren gewohnt hat.

Aus Schlesien vertrieben, kam die Familie Bittner nach Gescher und wurde auf dem Hof Krasenbrink, Estern 51, einquartiert. 1950 errichtete Landwirt Krasenbrink ein kleines Haus, in das die siebenköpfige Familie Bittner einzog. Ende der 60er-Jahre zog die Familie nach Gescher und das Gebäude diente fortan als Schuppen für landwirtschaftliche Maschinen, bevor es vor 30 Jahren abgerissen wurde.

Großer ehrenamtlicher Einsatz

Bei der Suche nach einem Standort für eine Schutzhütte stieß der Heimatverein auf das besagte Grundstück. Im September 2017 begannen die ersten Arbeiten. Ein Jahr später wurde die Schutzhütte, die an eine münsterländische Schirmschoppe erinnert, nach und nach fertiggestellt. Dies war nur durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer möglich.

Unter den zahlreichen Gästen war Peter Bittner, der seine Kindheit hier verbrachte und vielen Gescheranern als ehemaliger Gastwirt noch bekannt sein dürfte. Der heute 75-Jährige, der bei Kassel lebt, wusste noch so manche Geschichte aus seinen Kindertagen zu erzählen. Letzte Hand legten Terwey und Peter Bittner an: Gemeinsam brachten sie ein Schildchen mit der Hausnummer 51a an.

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