Neue Köderstationen sollen Kinder vor Rattengift schützen

Fabido-Kita

Vier Kinder waren im Oktober in der Fabido-Kita in Oestrich mit Rattengiftködern in Berührung gekommen und mussten ins Krankenhaus. Um solche Vorfälle zu vermeiden, setzt die Verwaltung jetzt neue Köderstationen ein. Die sollen nun absolut sicher sein.

OESTRICH

, 10.02.2016, 12:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Ergebnis aus den gemeinsamen Überlegungen zwischen Kita, Stadt und der zuständigen Fachfirma sind modifizierte Köderstationen, die weiterhin nach demselben Prinzip funktionieren wie ihre Vorgänger: In der Mitte des etwa 30 Zentimeter langen Rohrs wird Gift mit dem Aussehen rötlicher Haferflocken eingehängt, das die Ratten anlocken und töten soll.

Drei Unterschiede

Über die neuen Köderkisten informierte Marlies Jung-Aswerus die Bezirksvertretung Mengede, die die Fabido-Geschäftsbereichsleiterin in ihre jüngste Sitzung eingeladen hatte. Sie listete drei wesentliche Unterschiede auf:

1. Die neuen Modelle haben kleinere Öffnungen als die alten (Durchmesser circa 3,5 Zentimeter). „Da passt so eben eine Ratte durch“, erklärt Jung-Aswerus. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn die Kinder in Oestrich hatten gar nicht versucht, nach dem Gift in der Box zu greifen. Vielmehr waren giftige Substanzen durch eine ungewollte Bewegung aus der horizontal befestigten Box herausgefallen.

2. In den neuen Köderboxen sind zusätzliche Zwischenfächer eingearbeitet, aus denen im Falle von versehentlicher oder bewusster Manipulation kein Gift mehr herausrutschen kann.

3. Die Köderstationen werden nicht mehr mit Kabelbindern befestigt, sondern fest angeschraubt. Ohne entsprechendes Werkzeug, so Jung-Aswerus, könnten sie nicht bewegt oder demontiert werden. 

Neue Regelung

Auf Anfrage teilte Stadtsprecherin Katrin Pinetzki zudem mit, dass in Abstimmung mit der Immobilienwirtschaft ab sofort die Köderstationen wieder entfernt würden, sobald sie nicht mehr benötigt werden. „Bislang blieben diese für anstehende Beköderungen auf dem Gelände, sodass neue Maßnahmen mit weniger Aufwand durchgeführt werden konnten. Damit sichergestellt ist, dass sich kein Restgift mehr auf dem Gelände befindet, wurde diese Regelung gegenüber dem Schädlingsbekämpfer angeordnet“, so Katrin Pinetzki.

 

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