Neue Ticketpreise stehen in der Kritik

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) zieht die Ticketpreise zum kommenden Jahr an. Das sorgt auch in Bochum für Kritik. Vor allem die geplante neue Preisstufe A3 kritisiert der Verkehrsclub Deutschland (VCD). Für die Erhöhung sei das Angebot in Bochum nicht gut genug.

BOCHUM

, 08.07.2014, 05:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 1. Januar 2015 erhöht der VRR die Fahrpreise im Schnitt um 3,8 Prozent. Tickets für Einzelfahrten der Preisstufe A und für Kurzstrecken werden um 10 Cent angehoben. Beim Ticket 1000 können die Nutzer künftig am Wochenende und ab 19 Uhr keine zusätzliche Person mehr mitnehmen. Das Ticket 2000 behält die Zusatznutzung, aber der Preisanstieg wird höher. Das Semesterticket für Studenten wird zum Wintersemester 2015/2016 zwei Euro teurer. Der Preisanstieg in den vier darauf folgenden Semestern liegt bei jeweils 4 Cent.

Wichtig sei etwa, wie viele Bus- oder Straßenbahnkilometer pro Einwohner angeboten werden, ob es ein Stadtbahnsystem gibt oder wie viele Möglichkeiten bestehen, Regional- und S-Bahnen zu nutzen. „Das Angebot in Bochum hat eben eine gewisse Qualität“, sagt die VRR-Sprecherin. Schließlich würden in bestimmten Bereichen zu Stoßzeiten die Bahnen sogar alle fünf Minuten fahren. Zudem sei der VCD nicht grundsätzlich gegen Preiserhöhungen. „Die sollten aber mit Verbesserungen für die Kunden einher gehen“, sagt VCD-Sprecher Jürgen Eichel. Verbesserungen sieht Bogestra-Sprecher Kollmann. Er führt etwa den Ausbau der Linie 310 an. Trotzdem, so der VCD, laufe die Entwicklung in die falsche Richtung. Das würden sinkende Abo-Zahlen belegen. „Im Abo-Bereich haben wir nur im Schülerbereich Rückgänge, weil auch die Zahl der Schüler zurück geht“, sagt Tkatzik vom VRR.

An der VRR-Gesamtentwicklung lasse sich das aber nicht belegen. Auch Christoph Kollmann von der Bogestra verweist auf sinkende Schülerzahlen und somit auf den Rückgang des Schokotickets. Zu anderen Zahlen konnte er noch nichts sagen, denn bald soll die Bilanz für 2013 vorgestellt werden: „Ich kann da jetzt noch nicht vorgreifen.“ Kritik an der Preiserhöhung übt auch die Soziale Liste. Die Erhöhung sei nicht zu verantworten, da sich so der „öffentliche Nahverkehr immer mehr zum Preistreiber entwickelt“, schreibt die Soziale Liste in einer Pressemitteilung. Auch der PKW-Verkehr würde dadurch verstärkt.

Am 1. Januar 2015 erhöht der VRR die Fahrpreise im Schnitt um 3,8 Prozent. Tickets für Einzelfahrten der Preisstufe A und für Kurzstrecken werden um 10 Cent angehoben. Beim Ticket 1000 können die Nutzer künftig am Wochenende und ab 19 Uhr keine zusätzliche Person mehr mitnehmen. Das Ticket 2000 behält die Zusatznutzung, aber der Preisanstieg wird höher. Das Semesterticket für Studenten wird zum Wintersemester 2015/2016 zwei Euro teurer. Der Preisanstieg in den vier darauf folgenden Semestern liegt bei jeweils 4 Cent.

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