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Neue Verkehrsader nach 22 Jahren Planung

Springorumallee verlängert

Die neue Straße schließt die Lücke vom Gewerbegebiet und Bildungsviertel Springorum zum Kreisverkehr der Prinz-Regent-Straße, wo sich ein Kreativzentrum befindet. Damit ist auch ein attraktiveres Gewerbegebiet in Bochums Süden geschaffen worden.

BOCHUM

19.11.2015 / Lesedauer: 3 min
Neue Verkehrsader nach 22 Jahren Planung

Marc Gräf, Bezirksbürgermeister Südwest und Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke (v.l.) packten mit an und räumten die letzten Absperrungen beiseite.

Eine sinnvolle neue Verkehrsader ist jetzt nach überraschend kurzer Bauzeit eröffnet worden: 300 Meter ist die neue Verlängerung der Springorumallee lang – und sie wurde gestern, gut drei Monate früher als geplant, für den Verkehr freigegeben. Sie stellt eine neue Verbindung zwischen der Wasserstraße und der Prinz-Regent-Straße her.

Man habe „gehörig auf die Tube gedrückt“, sagte Stadtbaurat Markus Bradtke zur Eröffnung erfreut. Doch die Zeit, die die Stadt insgesamt auf die Verbindung warten musste, war laut Marc Gräf, Bezirksbürgermeister Südwest, viel länger: „Wir haben fast 22 Jahre gewartet, bis wir die Springorumallee übergeben konnten.“ Am 23. September 1993 gab es den ersten Verwaltungsbeschluss.

Planungen lange umstritten

Ebenso lange war die Verlängerung der Springorumallee umstritten. Zahlreiche Bürger ärgerten sich etwa über die vielen Bäume, die gerodet werden mussten (wir berichteten). Doch die Sackgasse, in die die Springorumallee bis vor Kurzem noch verlief, sorgte auch bei den Autofahrern für Unmut. Denn wer bisher von der Carolinenschule oder der Wirtschaftshochschule EBZ zum Gelände rund um die Zeche wollte, musste einen Umweg über die neue A 448 oder An der Holtbrügge fahren.

Nun wurde die Lücke zum Kreisverkehr der Prinz-Regent-Straße geschlossen – und das Bildungsviertel Springorum mit dem Kreativzentrum an der Prinz-Regent-Straße verbunden. Damit ist auch ein attraktiveres Gewerbegebiet in Bochums Süden geschaffen worden. Die Stadt hofft nun, dass sich viele Gewerbebetriebe dort ansiedeln und so neue Jobs geschaffen werden.

Entlastung gewünscht

Die neue Verbindung solle eine Entlastung und keine Belastung für den Verkehr sein, sagte Bradtke. Die Anwohnerstraßen sollen durch den zusätzlichen Verkehr nicht stärker belastet werden – „ist das doch der Fall, dann wird die Politik tätig“, so Gräf. Neben den beiden Fahrspuren wurden neue Rad- und Gehwege mit einem gesicherten Übergang für den Springorumradweg angelegt. Das Regenwasser wird über offene Gräben entlang der Gehwege abgeleitet.

Doch ganz abgeschlossen sind die Arbeiten dennoch noch nicht: Zur Schaffung eines Allee-Charakters werden, voraussichtlich im nächsten Frühjahr, beidseits der neuen Straße 24 Bäume gepflanzt. Die Baukosten der Stadt Bochum belaufen sich aktuellen Schätzungen der Stadt nach auf rund 1,5 Millionen Euro.